Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3177971
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Ein fdlienenbahnen 
1. Bei den Zwifchenfeldern der   
Balken als Schräg-, Fehl- oder Ein- g;  
fchubboden angewendet. 2. Um das F?   
Werfen eines Brettes oder einer Holz- H91" 
tafel zu vermeiden, werden die Enden in die Nut einer Fig. 2, 
Hi rnlei fte (f. Fig. l) aus Harthol ein efchoben. 3. Einen 
ähnlichen Zweck verfolgen die auf äen Grat oder im Schwalbenfchwanz  
gefpundeten Einfchubleiften von verfchiedenem Querfchnitf (f. Fig. 2 lag-a 
und 3). senffr 
Einfchienenbahnen, Bahnen mit einer Schiene,_die entweder zur Auf- 
nahme der Lalt oder zur leichteren Lenkung der im übrigen auf einem Straßen- 
körper rollenden Fahrzeuge dient. 
Das Gleichgewicht der Fahrzeuge wird entweder durch Aufhängen der Fahrzeuge auf 
einer Schiene oder einem Tragfeile oder durch befondere, auf den Unteritützungen der Schienen 
angeordnete Führungen oder durch die auf dem Straßenkörper aufruhenden Laufräder oder 
auch durch Anwendung des Kreifelbetriebes erreicht. Im erften Falle iit die Schiene oder das 
Seil auf Stützen fo hoch über der Bodenfläche angeordnet, daß die Fahrzeuge die Bodenober- 
fläche nicht berühren, alfo freihängen; das einfchienige Gleis hat in diefem Falle die volle 
Wagen- oder Zuglail aufzunehmen und auf die Stützen zu übertragen. Diefe Art der ein- 
fchienigen Bahnen nenntman Schwebebahnen (f. d.),auch l-länge- (f. d.) oder Luftfeilbahnen; 
hierzu werden auch die Bauarten von Lartigu e, Behr, Enos u. a. m. gerechnet, bei welchen 
feitliche Schwingungen durch befondere Führiängän VBIlElEGEIt werden. Nur ausnahmsweife 
wur e as ein c ie-_ 
  nige Gleis in den 
f "  " Straßenkörper felblt Teil-i  
: verlegt; in diefem J;    
f Falle laufen die S h kll M   
: Mittelräder auf der c iene, a1  
ä ,    dieSeitenrädera-iidersvaße.   E 
o."  1-15  vag  Die einfclhiiaäiigeßahriiit als  E 
 .9-  rß. e _-_,l_nduftrie- und  Q i?  
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Es wiu-nnrruxiialieiiisx. mßlitlläh m derBau- iliäiuiai. 
i"  art e mann,zur V  i, 
,       Anwendunggekom"        
  man. Das Gleis be_ im"  Wwßß1-e17- 1323.:   
9 Fig- l- 9 fleht hierbei aus Fig. 2. 
i l einer breitbaiigen 
  I, oder aus einer Rillenfch'  I)" F h  
  rgmflffilli  intim zeuge können von Hand, 1:3: Pferden (fder 
   Mill,  Mafchinen bewegt werden. Einen Hand- 
.    W 1mm:lxißnlxlgfiyigw; im]   n! wagen nach Bauart Lehmann zeigen Fig. 1, 
J,  EHL WZmliloüwiqi;iliiwlllihlyytjil _!l lag M. 2 udndhßk Das (äeiitäll fügt {auf zwei Rädern 
g 3_ "g "r   C1 ,hi„iixlwgx„  14' f, i! "l i? un a zu e en ei en bügelartige 
  2 g, illxlilfilf!Ülftllfllf,lmf 13'  22135;"hiedithläägiilfääätßlältipü" 
   ggf ixtidlxixlx lilwixrlxl  Qxijlllil  ß.   K l       In 
     .2     T  uge lagern innerhalb eines bugelformigen 
iunzru-H" ihfrlaiilllltlilllh.   Achshalterg, der {ich Wieder um einen in 
   einem zweiten Bügel laufenden, ebenfalls 
F1; a. ,  mit Kugelfiihrung verfehenen Zapfen dreht, 
. . fgläiaß {ich daäRaldl Hä jedßil Bogen ein- 
e en ann. l  
150 kg, ein Arbeiter kann auf wagrechter Bahn einen mit 500 kg bglaltiilextleryällgaegerlxlääitietbtefiä 
Diefe Bahnen haben die Vorteile geringer Koften, rafcher Ausführung, kleiner Laufwiderttände 
und die Möglichkeit der Anwendung fcharfer Bogen, dagegen den Nachteil, daß die Wagen 
gegen Umkippen befonders gefichert werden mülTen. 
Von den einfchienigen Bahnen ift ferner die Bauart von Larmanjat zu einiger Ver- 
Wendung gekommen. Bei den Lokomotiven diefes Syftems befinden (ich in der Längsachfe 
derfelben zwei auf der Schiene laufende Räder, die das Lenken erleichtern, und ein Paar auf 
dem Straßenkörper laufender Triebräder, wodurch infolge größerer Reibung die Zugkraft der 
Lokomotive erhöht wird. Die Wagen jedoch haben in ihrer Längsachfe zwei auf der Schiene 
laufende Räder, welche die volle Laft mit möglichil geringem Reibungswiderftand auf den 
Oberbau übertragen, und ein auf dem Straßenkörper auflaufendes federndes Räderpaar, das 
lediglich das Kippen der Wagen verhindern foll. Diefe Bauweife kam in ElfaB-Lothringen, 
Frankreich und Portugal zur Ausführung, wurde aber bald durch andere Bahnen erfetzt, da 
der einfchienige Oberbau übermäßig fchwer wurde, daher ohne Mehrkoiten durch das zweck- 
mäßigere zweifchienige Gleis erfetzt werden konnte; auch ließ die Betriebsiieherheit namentlich 
in der un ünitigen Jahreszeit zu wünfchen übrig. Schließlich iind einfchienige Standbahnen 
mit Kreiigelbetrieb von Scherl und Brennan vorgefchlagen und verfucht worden, aber 
nicht zu_praktifcher Verwendung gekommen; hierbei haben die in die Wagen eingebauten 
Krelfehdie Aufgabe, die Erhaltung des Gleichgewichtes der Fahrzeuge ohne Seitenffiitzen zu 
ermoglichen. gelange];
        

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