Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3177805
E ierfarben 
Eigengewidzt 
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geben.  In Deutfchland gilt zurzeit die Eichordnung vom 8. November 1911 mit den zu- 
gehörigen Inftruktionen vom 11. November 1911. Die durch die Fortlchritte der Technik und 
die fteteri Neuerfcheinungen auf dem Gebiete der Meßgeräte erforderlichen Zufätze und Er- 
gänzungen der Eichordnung und der Inltruktionen werden fortlaufend in den Mitteilungen der 
Reichsanltalt für Maß und Gewicht veröffentlicht. Plato 
Eierfarben. Hierzu werden dextrinhaltige, ungiftige Teerfarbltoffe verwendet. 
Eieröl, das Fett des Eidotters, ein gelbes fettes Oel, das bei mittlerer Tem- 
peratur dickflüffig, bei 250 dünnflüflig und klar, bei 5-10" aber feil ilt. 
Es wird leicht ranzig und ilt in kleinen, vollgefüllten und gut verkorkten Flafchen an 
einem kühlen Orte im Dunkeln aufzubewahren. Die Herltellung des Eieröls gefchieht in der 
Weile, daß hartgefottenes Eigelb zerrieben und erwärmt wird, dabei wird es krümelig und 
dunkler und gibt fein Fett beim Auspreffen ab. In neuerer Zeit wird es als Nebenproduktbei 
der Lezithinfabrikation, vorwiegend aus chinelifchen Eiern gewonnen. Es enthält ltets Lezithin, 
Farbftoff und Cholefterin in wechfelnden Mengen   Spez. Gew. 0,9144 bei 150;  190,2; 
 72; gibt die Elaidinreaktion. Enthält neben Palmitin-, Stearin- und Oelfäure auch noch 
andere flüfllge Fettfäureri. Es findet vielfach an Stelle von Olivenöl in der feinen Dänifch- 
gerberci Verwendung, außerdem in der Volksheilkunde bei Entzündungen. 
Literatur: [1] Laves, Pharm. Ztg. 1903, S. 815.  [2] Ubbelohde, Chem. Anal. u. Techn. der 
Fette, Bd. I], 1920, S. 684. Bauer 
Eifelerkalk, hellgrauer, malliger, halb bis ganz kriftalliner Kalkltein der mitt- 
leren Devonforniation der Eifel. Er kommt bei Gerolltein, I-Iillesheim, Blanken- 
heim, Prüm ufw. in mächtigen Schichten vor und wird dort zur Bereitung von 
Mörtel und Zement, zur Düngung fowie als Bauftein gerne benutzt. ßräahäufßr 
Eigelb. Bei der Herltellung von Albumin (Eiereiweiß, f. Eiweißkörper) 
wird das Eigelb gewonnen; es kommt befonders aus China zu uns und wird 
dort entweder auf Walzenapparaten oder mittels Zeritäubungstrocknern (nach 
Kraufe) eingetrocknet oder z. B. durch Zufatz von Kochfalz oder Borläure kon- 
ferviert. Es dient zur Gewinnung von Eieröl (f. d.) und findet außerdem bei 
der l-lerftellung von Glaceleder (f. Leder) in der Sämifchgerberei ausgedehnte 
Verwendung, um das Leder gefchmeidig zu machen. 
Zur Gewinnung von 1 kg flüfligem Eigelb lind etwa 65 Dotter erforderlich. Durch Zufatz 
von 5M, fchwefligfaurem Natron oder 1205 feinem Kochfalz oder 20h, Borfäure wird das 
Eigelb konferviert und vielfach unter der Bezeichnung Mucilage gehandelt. Zur Herltellung 
von Nahrungs- und Genußmitteln kann mit Borfäure oder fchwefliger Säure konferviertes Eigelb 
nicht verwendet werden.   Mag" 
Eigengewicht einer Baukonftruktion im allgemeinen, Eigengewicht 
der Brücken, insbefondere der eifernen Brücken. 
Die von der Schwerkraft hervorgerufenen angreifenden Kräfte einer Baukonftruktion fetzen 
{ich aus zwei Teilen zufarnmen: aus dem Eigengewichte des Bauwerks und aus der von ihm 
getragenen Nutzlalt. Letztere ift, insbefondere bei Brücken, eine zufällige, bewegliche oder 
Verkehrslaft, zu der im Gegenfatze das Eigengewicht eine ruhende, bleibende oder tote Lalt 
darltellt. Da das Eigengewicht durch die Menge des aufzuwendenden Bauftoffes bedingt ift, fo 
wird man aus Rücklicht auf Koltenerfparnis trachten, eine folche Konltruktion zu wählen, die 
bei gleicher Sicherheit das geringlte Eigengewicht beiitzt; jedoch können wieder andere 
Rilcklichten, namentlich jene auf die Stoßwirkungen der bewegten Verkehrslalten, dielem Be- 
llreben der Verringerung deS Eigerigewichts eine gewifle Grenze fetzen. Man kann weiter 
zwifchen dem Eigengewichte der nicht tragenden Teile und jenem der eigentlich tragenden 
Teile unterfcheiden. Zu den erfteren gehören beilpielsweile bei einer Dachkonfiruktion die 
Dacheindeckung, bei einer Brücke die Fahrbahndecke, das Geländer, ausfchmückende Ver- 
kleidungen ufw. Während lich nun für diefe Teile das Gewicht fchon im Vorhinein ziemlich 
genau fellltellen läßt, ift man bezüglich der tragenden Konltruktion auf vorläufige Annahmen 
angewiefen; denn erft auf Grund diefes angenommenen Eigengewichts und der fonftigen an- 
greifenden Kräfte ilt das Bauwerk in feinen tragenden Teilen zu dimenlionieren und daraus 
dann fein Eigengewicht genauer zu berechnen. Bei Tragwerken von nicht ungewöhnlichen 
Maßen für Brücken, Dächer ufw. kann für die ltatifche Berechnung das Eigengewicht in der 
Regel gleichmäßig über die Länge des Trägers verteilt angenommen werden. In manchen 
Fällen, fo befonders bei Auslegerträgern mit großen Kragarmlängen wird man aber auf die 
verfchiedene Verteilung des Eigengewichts Rücklicht nehmen müffen. Das Gewicht der Längen- 
einheit eines Tragwerks fetzt lich im allgemeinen aus einem konltanten und einem mit der 
Stützweite wachfenden Teile zulammen. Für jedes Konftruktionslyliem belteht eine Grenze der 
Spannweite, bei der die Ausführungsmöglichkeit infolge des ins Unendliche wachfenden 
Gewichtes aufhört  
Die Vorausberechnung des Gewichtes eines eifernen Brückenüberbaues kann 
entweder aus feinem theoretifchen Volumen oder mit Hilfe von aus Ausführungsbeifpielen 
abgeleiteten Gewichtsformeln erfolgen. Letzteres ift zu Zwecken der Gewichtsannahme für die 
ftatifche Berechnung der normalen Tragwerke meilt ausreichend; der Aufftellung von Volum- 
formeln kommt aber dann eine Bedeutung zu, wenn es {ich um Unterfuchungen über zweck- 
mäßige Verhältniffe und günftige Anordnung von Tragwerken handelt  Für Brücken 
mit größeren Spannweiten, ungewöhnlicher Verkehrsbelaltung oder abweichenden Tragwerk-
        

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