Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3175665
Didzte 
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fchiedene Farben zeigen. Diefe Farben {ind für die einzelnen Mineralien kennzeichnend. Man 
dreht nun die zu unterfuchende Platte {o lange, bis der Farbenunterfcliied am größten wird. 
Eine zur Hauptachfe parallel gefchnittene Beryllplatte z. B. gibt jetzt ein blaues und ein 
grünes Bild, eine {enk recht zur f-Iauptachfe gefclinittene Beryllplatte zwei blaue Bilder.- Bei 
der Prüfung der den Hauptfchwingungsrichtungeii entfprechenden Farben mit dem Glasprisma 
zeigt {ich nach Becqu erel, daß die optifch einachtigen Minerale zwei, die optifch zweiachfigen 
Minerale aber drei verfchiedene Abforptionsfpektra ergeben (Dichroismus und Trichroismus). 
Literatur: Tfchermak, G., Lehrb. d. Mineralogie, 7. Aufl., bearbeitet von Becke, Wien und 
Leipzig 1915. liMeifel 
Dichte. Unter der Dichte Q eines Körpers verlteht man die Maffe, die er 
je Volumeneinheitbeiitzt:9:119; hierin bedeutet dm die Matte, die der 
Körper in dem kleinen Volumen dV beiitzt. 
lft die Dichte für jeden Punkt des Körpers die gleiche, fo nennt man den Körper homogen, 
andernfalls inhomogen; für einen homogenen Körper vom Gefamtvolumen V und der Gefamt- 
maffe M wird die Dichte gzLg-Ikünil. 
Man kann {ich auch vorttellen, daß_die Maffe einer Subttanz oder eines Fluidums nicht 
körperlich verteilt  fondern {ich auf einer Fläche oder Linie ausbreitet, und unterfcheidet 
demnach Flächendichte und Liniendichte. Die Dichte auf einer Flache oder Linie itt dann 
gegeben durch den Quotienten aus Maffe durch Flächeninhalt bzw. durch Länge der Linie. 
Ihrer Natur nach ift die Dichte eine ungerichtete oder fkalare Größe. ltt iie in einem 
Körper als Funktion der Raumkoordinaten gegeben, {o findet man die Gefamtmaffe als Raum- 
integral der Dichte über das gefamte Körpervolumen und entfprechend die Matte auf einer 
Fläche oder einer Linie als Flächen- oder Linienintegral. EUenmann 
Dichte (Dichtigkeit) eines Körpers iit die Maffe feiner Volumeneinheit. llt 
alfo M die Maffe und V das Volumen eines homogenen Körpers, {o iit die Dichte 
D:M[V. 
Je nach dem Maßfyitem, in welchem M und V gemeffen find, wechfeln 
daher dieMaßzahlen der Dichte. Im_ allgemeinen wird M in Gramm, Vin 
Kubikzentimetern gemeffen. Für technifclie Zwecke verwendet man auch das 
Kilogramm oder _die _Tonne und das Liter oder Kubikmeter. Im Handel {ind 
mannigialtiglte _Einheiten in den verfchiedenen Ländern und Branchen für M 
und V und fomit auch für D im Gebrauch  
Als fpezifiiches Gewicht bezeichnet man das Verhältnis der Kraft, mit der 
die Volumeneinheit  B. 1 cmß) der betreffenden Sublianz gegenüber dem 
gleichen Volumen einer Normalfubttanz am gleichen Orte von der Erde an- 
gezogen wird. Als Bezugsfubitanz pflegt man reines Waffer von der Temperatur 
feines Dichtigkeitsmaximums (4  zu benutzen  
ltt M die Matte, V das Volumen und G das Gewicht der Subttanz, und 
findet die Vergleichung an einem Orte ttatt, wo die Schwerebefchleunigiing g 
betrügt, fo wird GIg-M und DIMXV: Ojglf. Für ein gleiches Vo- 
lumen V der Vergleichsfubttanz wird am gleichen Orte D': GVgV und fomit 
Gld : Dlui 
Die Gewichte gleicher Volumina verfchiedener Subttanzen verhalten {ich am 
gleichen Orte wie ihre Dichten. ltt insbefondere G' l cma Waffer von  
fo ilt G das fpezififche Gewicht der betreffenden Subitanz. Das {pezififche 
Gewicht eines Körpers itt nur von der gewählten Vergleichsfubttanz abhängig 
und vom Maßfyltem vollkommen unabhängig. 
Da die Begriffe der Dichte und des {pezififchen Gewichtes im Laufe der 
Zeit mannigfache Wandlungen durchgemacht haben, bis {ie die jetzigen allge- 
mein angenommenen Bedeutungen erhielten, fo ilt bei Benutzung älterer Lite- 
ratur jeweils Kritik zu üben. 
Die Dichte itt von der Temperatur abhängig (f. Ausdehnungskoeffizient), und es 
ift daher bei allen Angaben die Meßtemperatur anzugeben bzw. zu beachten. Die fpezififchen 
Gewichte {ind von der Vergleichsfubitanz abhängig. Bei neueren Meffungen ift falt durchweg 
auf Watier, von 4" C bezogen; ift eine andere Waffertemperatur benutzt, {o muß es befonders 
angegeben werden. In neueren Werken pflegt man dem Dichtewert ein Bruchfymbol ajb bei: 
zugeben, bei dem a die Temperatur der Subftanz felbit bedeutet, bei der die Meffung des 
fpezififchen Gewichtes ausgeführt wurde, und b die Temperatur des Waffers, mit dem tie in 
Vergleich gefetzt worden itt  Bei allen Wagungen zur Bellimmurig von Dichten oder 
fpezififchen Gewichten itt natürlich der jeweilig herrfchende Luftdruck zu berücktichtigen. 
Methoden zur Beltimmung der Dichte und des {pezififchen Gewichtes f.  S. 374 ff., 
[3] S. 141 ff.,  
        

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