Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3172120
Borazit 
Bordfunkpeiler 
Klärung und Kriltallifation der Löfung; aus den übrigen Mineralien entweder direkt durch 
Umfetzung mittels Soda in wäfferiger Löfung oder indirekt durch Zerlegung von Borokalzit 
oder Boronatrokalzit mit Schwefelfäure unter Abfcheidung von Borfäure, die dann mit 
Soda neutraliliert wird. Wie lchon oben erwähnt, entweicht beim Erhitzen der kriltallifierten 
Boraxforten das Kriltallwaffer unter ltarkem Aufblähen des Riickltandes. Letzterer wird als 
kalzinierter, gebrannter, Rinden- oder Juwelierborax, auch Borax usta, in zerkleinertem Zu- 
{lande in den Handel gebracht. Er bildet eine leichte, lockere, weiße, leicht fchmelzbare Maffe. 
Die Namen kalzinierter, Rinden- und Juwelierborax finden übrigens auch auf den oktaedrifchen 
Borax Anwendung.  Da der lockere, gebrannte Borax beim Liegen an der Luft nicht unbe- 
trächtliche Mengen Walter anzieht, ilt es für einige Verwendungsarten des wafferfreien Boraxes 
ratfamer, ihn in eine dichtere Form überzuführen, die diefe Uebelltände nicht in fo hohem 
Maße befitzt. Zu diefem Zwecke wird der gebrannte Borax bei fchwacher Rotglut (am betten 
in reinen eifernen Tiegeln) gefchrnolzen, in Platten ausgegoffen und nach dem Erkalten gröb- 
lich zerkleinert. Er bildet dann eine fait farblofe, glasartige Maffe, das Boraxglas. Die Ver- 
wendungsarten der verlchiedenen Boraxforten find fehr mannigfach: die kriftallifierten Produkte 
werden benutzt als Erfatz für Seite beim Wafchen, als Erfatz oder als Beimifchung zur Stärke 
behufs Erzeugung eines Glanzes auf Geweben, als Heilmittel, als Antifeptikum. Vor kurzem 
noch ein l-lauptbeltandteil der Konfervierungsmittel für Fleifch- und Wurltwaren, gilt er nach 
dem Fleifchfchaugefetz vom 3. Juni 1900 als nicht ganz einwandfrei und darf diefen Nahrungs- 
mitteln nicht mehr beigemifcht werden. Die wafferfreien Sorten dienen als Flußmittel beim 
Metallfchmelzen, als Erkennungsmittel bei metallurgifchen Proben, zur Herftellung leicht 
fchmelzbarer und zu tärbender Glasflüffe in der Tonwaren- und Emailinduftrie, zur Darftellung 
von Sikkativen für Firniffe (f. Manga nb o rate). Jlezgcr 
Borazit, Mineral, wefentlich borfaure Magnefia und Chlormagnelia, 
Mg,B,6O3„Cl, (62,5 ßzQa, 26,9 MgO, 10,0 ClzMg), kriltallrliert rhombrfch und 
regulär; bricht mufchelrg; fpröde. Härte 7, ipez. Gew. 2,9-3. Farblos bis hell- 
bläulich oder grünlich, durchlichtig, glasglänzend. Schwer fchmelzbar. Wird in 
Salzfäure langfam gelöft. Kommt u. a. in den großen Salzlagern am Rand des 
Harzes vor.  Brduhäufer 
Borcherfche Legierungen, gegen Säure fehr wrderftandsfähige und doch 
noch mechanifch bearbeitbare Legierungen von Borchers und Monnartz, aus 
kohlenltoffarmen Eilenchromlegierungen mit mehr als  Chrom und Zufatz 
VOn 2  50f0    lllezger 
Borchlorid, BCl3, rft eine farblofe, leicht bewegliche, an der Luft rauchende 
Flüfligkeit, die fehr zerfetzlrch 1l'r.  
Bord, der oberlte Rand des Schiffskörpers; f. a. Backbord, Steuerbord. 
Bordafche Regel, auch franzölifche oder Trapezregel genannt, zur Berech- 
nung der Inhalte und Schwerpunktslagen ebener, von Kurven begrenzter Flächen. 
Sind yoylyz  yfl-lyrl die Ordinaten der Fläche, Ax der Abltand der Ordinaten von- 
einander, fo ill der Inhalt F derfelben 
 
Die Schwerpunktslage ergibt {ich aus 
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Für genauere Rechnungen werden in Frankreich noch verbefferte Trapezregeln [2] angewandt. 
Literatur: [l] Foerfter, E., Johows Hilfsbuch für den Schiffbau, Berlin 1920.  [2] Pollard 
und Dudebout, Theorie du navire, Paris 1890. T. Schwarz 
Bordeaux, urfprünglich allgemeine Bezeichnung für eine Gruppe älterer 
Woll-Azofarbltoffe (Säurefarbltoffe), f. Farbftoffe, künftliche organifche, 
Klaffe Vll, Gruppe 1, fpäter auch auf Baumwoll- und auf Beizenfarbltoffe, z. B. 
der Alizarinreihe, angewendet._ Budzerer 
Bordelaifer Brühe ilt eine durch Verrnifchen von Kupfervitriollöfung mit 
gelöfchtem Kalk hergeltellte, zur Bekämpfung der Reblaus verwendete Flüffigkeit. 
Bordfunkpeiler, an Bord befindlicher Apparat zur Aufnahme und genauen 
Richtungsbeitimmung eines von den Signalitationen (Leuchttürmen) drahtlos ge- 
gebenen, beltimmten Morfezeichens. Gibt die Perlnchtung des Objekts auf Kom- 
paßgrade genau an. Ilt bei Tag, Nacht und Nebel verwendbar (f. a.Peilung). 
Literatur: Nautifcher Funkdienlt, Berlin 1924. von Nleßen
        

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