Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3174131
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Dämpfen 
Ueber die bewegende Kraft der Wärme, Ann. der Phylik u. Chemie 49 (1834), S. 446.  [2] Claulius, 
Ueber die bewegende Kraft der Wärme, ebend. 79 (1850), S. 505.  [3] Dupre, Theorie mecanique 
de la chaleur, S. 96, Paris 1869.  [4]Chwo1fon, Lehrb. der Phyfik, Bd. III, 2, 2. Aufl., S. 265 
bis 276, Braunfchweig 1923.  [5] Regnault, Relation des experiences etc., Bd.1, S. 729, Paris 
1847.  [6] Henning, Die Verdampiungswärme des Waifers uiw. zwifchen 30" und 180", 
Zeitfchr. d. Ver. deutfch. Ing. 1909, S. 1768.  [7] Schüle, Techn. Thermodynamik, Bd. I, 4. Aufl., 
S. 229, Berlin 1923.  [8] Tumlirz, Die Zuitandsgleichung des Wafferdampfes, Sitzungsber. d. 
Akad. d. Wiffenfch. in Wien, Abt. I1 a, 108 (1899), S. 1058.  [9] Callendar, Proceedings 01 Royal 
Society 67 (1900), S. 266.  [10] Plank, R., Ueber die ipezififche Wärme von überhitzten 
Dämpfen, Zeitichr. i. techn. Phyiik 5 (1924), S. 397.  [11] Mollier, R., Neue Tabellen und 
Diagramme für Wafferdampf, Berlin 1925.  [12] Knoblauch-Raifch-Haufen, Tabellen u. Dia- 
gramme für Wafferdampf, berechnet aus der fpezififchen Wärme, München 1923.  [13] Schüle, 
Techn. Thermodynamik, Bd. I, Anhang.  [14] Landolt-Börnftein, Phylikalifch-chemifche Tabellen. 
 [15] Knoblauch-Raifch, Zeitfchr. d. Ver. deutfch. Ing. 66 (1922), S. 418.  [16] Bantlin, JS- 
Tafeln für Wafferdampf, Berlin 1924. Grummel 
Dämpfen im Zeugdruck hat den _ 
Zweck, die aufgedruckten Farben zu „ent- e w, -1 
wickeln" und auf der Fafer zu befeitrgen.  Y   . 
Es wird meift in gefchloffenen Dämpfkalten  W 31;  3; , 
(Fig. 1) vorgenommen, in die man trockenen Dampf   5'? [i] 
einitrömen läßt. Um das Abflecken der aufgedruckten    reif:   i. 
Farben zu verhindern, werden die Gewebe gewöhn-      
lich mit fogenannten Mitläufern in Wickelform ge-  "V , Ä.   
bracht und auf die im DämpfketTel befindlichen Rollen    v,   l r , v  11111;. 
gehängt. Diefe Rollen werden von außenin Umdrehung       "-2  r' 
verfetzt, damit keine örtliche Dampfkondenfation ent-    ,_j    
liehen kann, wodurch ein Auslaufen der bedruckten    i "i" 
Stellen auftreten würde. Die Dampffpannung und die   Ü"   
Dämpfdauer richten {ich nach der Natur der aufge-    "  i;  
druckten Farben. Auch kontinuierliche Dämpiapparate  "f,    
werden vielfach benutzt; Fig.2 zeigt einen folchen,  l ' F2,   g 
der als ,Kleiner Mather 8c Platt-Apparat" bekannt ift.   l        
 Auch die bedruckten Wollwaren werden dem     a]     
Dämpfen unterworfen, jedoch arbeitet man hierbei mit Fig. 1. 
  feuchtem Dampf von geringer 
 y .g Spannung.DieWirkungdesDämpfens 
   , {Q  beruht auf der hohen Temperatur des 
ff      Dampfesä die) daifVirflüchtigen der 
ir   ' q  en ruc ar en beigegebe- 
'  f f"?   w, v, nen Löfungsmittel oder eine 
 i, "w 5 sie "N-    Diffoziation derfelben (bei 
  xi  J i,  T  Anwendung vonAethylwein- 
j    2    M,  'i fäure ufw.) verurfacht. Ander- 
  g  gik "Q4      feits wirkt der Dampf auch 
I: Ü  T"'Me-M-  f q   x  wie das Waffer 
b  d"  ;   l  im Färbebade; 
       er löft dieFarb- 
t    "r j  .1 d. ftoffe und 
f; .5      für brjingtF fäe mit 
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      be onders beim 
           ie 0 e em_ 
Fig- 9- peratur des 
Dampfes die 
Reaktion verfchiedener Körper aufeinander hervor, die nun ihrerfeits auf die gefärbte Unter- 
lage einwirken. Hierauf beruhen beifpielsweife die neueren Methoden, Indigo weiß und rot 
zu ätzen. Die Dampfhitze bringt auch Löfungen von Kafein, Ei- oder Blutalbumin zum 
Gerinnen, wodurch die folchen Löfungen zugemifchten Körperfarben unlöslich auf der 
Fafer befeftigt werden.  Durch das Dämpfen wird vor allem aber Farblackbildung hervor- 
gerufen bei Anwendung von fogenannten Beizenfarbttoffen. ln einigen Fällen geht ein Ver- 
hängen der bedruckten Stoffe dem Dämpfen voraus. in der Färberei findet das Dämpfen auch 
Anwendung zum ,Avivieren' der mit Alizarin gefärbten Baumwolle, wobei erft das eigentliche 
blauftichige Türkifchrot entfteht, ferner in der Appretur verfchiedener Gewebearten, endlich 
nach dem Krabben der Gewebe auf dem Zylinder.  Aehnlich wird das Holz vor der Ver- 
arbeitung in der l-Iolzitoffabrikation behandelt. 
Literatur: Rofenitiehl, Bulletin de la Societe lndust. de Mulhouse, 1890, 5.401. Facher"
        

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