Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3173016
Brunnen 
Brunnen im allgemeinen iit die Bezeichnung für eine große Zahl waffer- 
fpendender Vorrichtungen: in Süddeutfchland nennt_ man alle zutage tretenden 
Quellen Brunnen; allerwärts im deutfchen Sprachgebiete jene Wafferfchopfltellen, 
bei denen der Spiegel unter Flur liegt; fodann alle Einrichtungen an Waffer- 
leitungen, die in itändigem Auslaufe oder nach Löfung eines Verfchluffes Waffer 
liefern. Zu den letzteren gehören z. B. die öffentlichen, itändig laufenden Brunnen, 
die Druckltänder, die Zapfbrunnen in Häufern und Höfen uiw. Endlich fallen 
unter den Namen Brunnen auch die monumentalen Anlagen: Zierbrunnen aller 
Art, Springbrunnen und Wafferkünite. Wir werden an diefer Stelle nur die unter 
Flur angelegten Wafferfchöpfftellen befprechen und verweilen wegen der übrigen 
angeführten Stichworte auf die betreffenden _Artikel. 
Im wefentlichen kommen vor: in den Felfen eingehauene oder gebohrte Brunnen ohne 
Mantel und Brunnen in beweglichem Boden mit Mantel aus Mauerwerk oder Metall, der dicht 
oder durchläflig fein kann. Die Bedingungen, unter denen der die Schöpfftelle fpeifende Grund- 
wafferitrom lteht, ergeben die Einteilung der Brunnenanlagen in gewöhnliche Brunnen _und 
artelifche Brunnen bzw. in gemauerte Brunnen und Rohrbrunnen (gebolirte Brunnen, abeffinifche 
Brunnen, Rammbrunnen, Schlagbrunnen, Schraubbrunnen). 
A. Beziehungen zwifchen den Brunnen und der wafferführenden Schicht. 
1. Die gewöhnlichen Brunnen entnehmen das Waffer einer Grundwafferltrömung, 
deren Spiegel unter der atmoiphärifchen Preffung iteht (vgl. Grundwafferftrom). Man 
unterfcheidet vollkommene (bis auf die Sohle der wafferführendeii Schicht reichende) und un- 
vollkommene (nicht bis auf die Sohle der wailertührenden Schicht reichende) Brunnen. Bei 
erfteren iit die Brunnenwand ftets durchläflig.   
Betrachtet man den am häufigiten vorkommenden Fall eines vollkommenen Brunnens in 
einem aus Kies und Sand beitehenden Grundwafferträger von der Hohe  deffen Poren- 
volumen mit q bezeichnet werden foll, und legt die Z-Achfe zufamnien mit der Achte des 
kreisrund gedachten Brunnens, ihren Anfang in den Mittelpunkt des Sohlenkreifes, (o erhalt man, 
unter Q die fekundlich entnommene Waffermenge in Kubikmetern verttanden, bei radialer, in 
horizontalem Sinne gedachter Zuftrömung des Waffersäiiiterdßäücläiichtigiäng derfßeizeiräinungen 
in Fi .1 an beliebi er in er äc e mi em au ie runnen- 
nur achfegbezoggnen Raäius; den waäfeadugchlafländen gugrfchnitt 
 F:2. xz,dieDurchflußge chwin ig ei v: : : : rryxz, 
Nll-Ylßßw-SF- mithinntgie Differentialgleichung der Bieövegung: 
  dz 
1 "Fkwzmfx? "l 
z  H Hierin ift k ein variabler Beiwert, zu deffen Ermittlung weiter 
üudurdzl. 1 unten ein Weg gegeben wird. Die Integration ergibt. 
     
 ß     ,  k  F ' 
  x,  wenn x:r, z:H-F; zäfammengehörige Werte find. Es ergibt 
Hg_1_ [ich fodanri durch Auilöfung nach Qwbzw. sr:__r  
      
ln- n T 
wenn in der Entfernung x z R der (llert von z_: H angenommen wird. Zur Beftimmung von k 
bohrt man einen Probebrunnen und nimmt zwei oder mehr Päobefenlciirägeänvoaäißärääilfnelma5 
 1' 1' 
I?! urlia ä? (Äblstenkungen s mißä Aus 
 t Gleichung(3)läßt {ich dann dernoch 
i r r; ß    
 l  7 unbekannte Wert R eliminieren und 
9 i 5  71W g   fomit k  v; undwenn 7' bekannt ift, 
 v  ßfliäliiä"jm_l__ k beitimnien. Es wird dabei an- 
e f L   genommen, daß der Wert R dfür 
  ßy yly 1 X. ; 1 kleine Aenderungen gonlgdunb s 
H L   44,5   annähernd gleich blei t.  ie ei 
"f     .224  äßß   T 1 vorftehender Rechnung eingefuhrte 
6    f  S Annahme eineshorizontalenGrund- 
  4, o.)  waiferfpiegels nicht mehr zuläfiig, 
 ifi."    ,_l der letztere vielmehr itärker geneigt 
t  ' t X   ß t f T ß  S2: 
    32g vorftehenden Formeln weder(_3) 
     noch  auch diefigur bleibt die- 
 felbe, da magiddießGrundwaffer- 
  l l l   b e un au en runnen zu in 
  PA__D_H J eienxzng Sälflitt fenkrecht zur Fließ- 
k richtung des Grundwafferitroms be- 
Fig. 2. Hühenfchichtenplan des Spiegels. "achtet- f- AB m B92" Streng
        

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