Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A bis Bohren
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163279
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3170197
Bier 
Das Erwärmen und Trocknen des Grünmalzes beginnt mit niedrigen und 
endigt mit hohen Temperaturen. Es kommt mit etwa 4501„ Waffer auf die Darre und verlaßt 
{ie mit etwa  Heute benützt man in der Brauerei hauptfachlich fogenannte Horden- 
darrenwitandDzwarr meiit Dlät-Hüfdelldgfäßlil, vcän denen befondeäs die B rüne-Darre zu er- 
wähnen i  ie emperatur eigerung a ang am zu erfolgen, o daß die Hauptmenge des 
Waffers das Malz bei einer Temperatur von 50"_verlaffen hat. Bei den Drei-Hordendarren 
darrt man helle und dunkle Malze in dreimal l2itündiger Darrdauer ab. Die Abdarrtemperatur 
fchwankt zwifchen 90 und 110"; während des Darrens muß das Malz öfters gewendet werden. 
Zum äweä dfernReinigungFgelaiigt das Maliz auf Mallzputz- läuft Entläimungsmafchinen. i  
ur er e ung von ar ma z wir gewöiniches az in ugelbrennern unter ort- 
währendem Umdrehen fo lange geröftet, bis es die gewünfchte Farbe hat, oder man feuchtet 
das Malz mit Waffer an und röftet es nach l2ftündigem Lagern, oder man legt das Malz in 
Wafier von 700, in welchem es 12 Stunden bleibt, wobei eine innere Verzuckerung eintritt, 
und röitet dann das Malz. Unter Karamelmalz verileht man ein Farbmalz, deffen Hülfen 
ftrohgelb bis berniteingelb lind, deffen Mehlkörper jedoch dunkelbraun und glaiig ift. 
2. Die Bereitung der Würze. lhr geht voran das Schroten des Malzes. Maß- 
        
jäiei:    e  
i? iabrik Germania in Chemnitz zeigt die Fig. 2. Die beiden guß- 
r-ii eifernen Quetfchwalzen A und B find glatt abgedreht und von 
_ f gleichem Durchmeffer. Sie werden durch Zahnräder an einem 
" Ende gegeneinander bewegt. A ift feil eingeitellt, B durch Stell- 
v,  fchrauben verfchiebbar. Außerdem drücken die Gewichte E an 
 einem Hebel die Walzen zufammen und geben nach, wenn Eifen- 
ff-agi   ftücke, Steine oder dgl. zwifchen die Walzen kommen, 
N     fo daß diefe dadurch keinen _Scliaden leiden. ln dem 
ihi   Zuführtrichterlbefindet fich eine Walze k mit vier vor- 
     fpringenden B echflreifen. Die Mulde F, in der fie üch 
i ix  bewegt, läßt {ich durch die Stellfchraube e fo bewegen, 
  daß die Ausflußöffnung, durch die das Malz auf die 
5giiiiixwäijilliiiiiä   i! im fchiefe Ebene l fallt, enger oder weiter wird. 
iciilldiliy    Befonders erwahnenswert iit eine von Gebr. 
E.   Seckt in Dresden gebaute Sechswalzenmühle. 
  iiimiiiwiiiiin i. äffäjiilllillllllllilllllllliml lilllli aäigfgirftmäzgäägpäläch Mühlenanlage" m" Pneu" 
Flg, 2, Die Bereitung der Würze umfaßt den Maifch- 
   prozeß, dasAbläutern und dasWürzekochen. 
Sie gefchielit im Sudhaus. Die Einrichtung eines folclien Sudhauies beftand früher aus einem 
Maifchbottich, einem Lauterbottich, einer Maifchpfanne und einer Würzepfanne. Eine folche An- 
lage ift in Fig.3 fchematifch dargeftellt. In den modernen Bierbrauereien geht man immer 
mehr dazu über, den Lauterbottich durch ein Maifchefilter zu erfetzen und im übrigen Pfannen 
zu benutzen, in denen gleichermaßen gemaifcht und Maifche und Würze gekocht werden 
kann. Ein modernes Sudhaus, wie es die Mafchinenfabrik Weiler Nachfolger, Neuland- 
Neiffe, baut, zeigt die Fig. 4. 
Maifchen heißt Mifchen. Die Pfannen, in denen diefe Arbeit ausgeführt und die Würze 
gekocht wird, iind in modernen Bierbrauereien mit Propellerrührwerken verfehen. Beim Maifchen 
wird der wei aus  
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großte Teil des Mal-   I  j 
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Form iäläfgefühft; "t  
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