Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A bis Bohren
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163279
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3169479
Betonbrlioken 
die Gelenkfugen, um die Siahlgelenke vor Roll zu fchützen, nachträglich mit Zenientrnörtel 
äisigefliillt; rdoch Toll {durch Einlage einer Kork- oder Afphaltfilzplatte die Beweglichkeit des 
e en es gewahrt b ei en.  
Wie bei allen gewölbten Tragwerken ift es auch bei den Betonbrücken von Wichtigkeit, 
d B  f l h F eben, daB er möglichft geringe Biegungsfpannungen aufzu- 
rlglTmeigglggLeifllrällg galifleeffzlirtflhtzlflvigd, wenn die Form der Bogenachfe der Mittellage aller unter 
der wechfelnden Belaftung auftretenden Stützlinien, d. i. jener, die dem Eigengewicht und 
einer Vollbelallung mit der halben Verkehrslaft entfprichf, angepaßt wird. Nur dann ift die 
fparfamlte Bemeffung der Bogenftärke möglich. Ein Dreigelenkbogen erhält feine größte Stärke 
nicht wie der eingefpannte Bogen in den Kämpfernkfondern in den Mitten der Gewölbfchenkel. 
Es iit vorteilhaft, die Kämpfergelenke etwas auszu ragen. 
Fü d G "lb 'd dfeuchter Stampfbeton verwendet, der bei einer Würfeldruck- 
feftigkeitr (näasch Fexzicfsvföcvlfelfitliilher Erhärtung) von 150 bis _200_kg[cm2 mit bis 35-4Q. kglcmß 
auf Druck beanfprucht werden kann, bei höherer Würfelfeftigkeit noch entfprechend hoher. Es 
iit eine dichte und möglichft unnachgiebig gettützte Schalung erforderlich, und es muß der 
Bätogobei erfdfeächte; Vterargeitungdgut geltampff werden. Die Stampfung der Betonfchichten, die 
1  cm ar au ge rac wer en,  
erfolgt immer fenkrecht äurKßogein-  ü  J; 
leibung, nur wo gegen ie ämp er 11g    
zu dieit Leibungöfteiler alsfeäwa 420 wßafu i], 
wird,i man gen ig , einep o enwei e .9 1,  
zu verlängernde obere Schalung anzu-  Fig- 7-   
b" dnach Richtun der Leibun 
zuuftää-lplfeln. Kleinere Geälölbe laffengticli von den Kämpfern aus in einem Zuge betonieren, bei 
größeren Gewölben ift aber eine folche Ausführungsart in übereinander liegenden Schalen nicht 
empfehlenswert, da (ie ununterbrochene Tag- und Nachtarbeit erfordern würde und das Stampfen 
der oberen Schichten das ruhige Abbinden der unteren Schichten ftört. Größere Gewölbebogen 
werden daher in ihrer ganzen Stärke zwifchen feitlichen, gegen das Lehrgerüft oder gegen 
i t' e Gewölbteile ab ettiitzten Schalungen in Querflreifen betoniert, die je einer Tagesleiitung 
eüirtfgrechen und fo zugverteilen find, daß fie das Lehrgerülf immer möglichtt fymmetrifch be- 
laften. Nach Wegnahme der Schalung werden zum Schluffe die verbliebenen Zwifchenräume 
ausgeftampft und lind zum Anfchlutfe an bereits erliärtete Betonflächen diefe zwecks befferer 
Bindung aufzurauhen und mit dünnflüffigem Zementmörtel zu bewerfen. Fig. 7 ftellt den Be- 
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Flg. 8. 
tonierungsvorgang bei den 36 m weit äefpannten Bogen der Mofelbriicke bei Sauvage dar mit 
der Reihenfolge, in der die einzelnen ewölbftücke hergeltellt wurden. Fig. 8 zeigt diele Aus- 
führungsart bei einer der größten Stampfbetonbrücken, der Walnut-Lane-Brücke in Philadelphia, 
mit einem Doppelbogen von 7l m Lichtweite bei 21,4 m Pfeilhöhe. Das Stampfen erfolgte hier 
in jeder Bogenhälfte in_ll Blöcken, die durch rund 70 cm breite Zwifchenräume getrennt 
waren. Gegen ein Abgleiten auf der Schalung lind die mittleren Blöcke durch einbetonierte 
Eifenanker gelichert worden, die unteren Blöcke durch zwifchen lie eingebaute Betonllützen. 
Schiefe Gewölbe geben für die Ausführung in Stampfbeton keine Erfchwernis. Ihre Herliellung 
erfolgt in Querftreifen, die entfprechend dem Fugenlchnitt fchiefer Gewölbe in Schraubenlinien 
zu führen lind. 
Anftatt die Betongewölbe auf der Schalung zu ftampfen, hat man lie in einigen Fällen in 
ähnlicher Weile wie Steingewölbe aus fertigen Betonquadern hergeltellt. Beifpiele dafür lind 
die Landwafferbriicke bei Wiefen, die Senfebriicke bei Guggersbach u. a. Diele Ausfiihrungsart 
erfordert aber einen größeren Bauapparat an Hebezeugen und Verfelzgerüften und längere Bau- 
zeit als das Stampfen auf Schalung und kommt daher nur ausnahmsweife zur Anwendung. 
Bezüglich der Anordnung des Aufbaues (volle Ueberfchütiung oder Sparöifnungen), der 
Teilung des Gewölbes breiter Brücken in Gurtbogen, der Ausbildung der Fahrbahn und der
        

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