Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A bis Bohren
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163279
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3167981
Balußer  Bänder 
tifche Präparate von verfchiedener Befchaffenheit, falbenartige Mifchungen, 
Löfungen ätherifcher Oele in Alkohol ufw. 
Literatur: Wiesner, J., Rohitoffe, I1, Leipzig 1916; Tfchirch, Die Harze und die  
Harzbehälter, Leipzig 1906; Dietrich, R., Analyfe der Harze, Balfame und Gummi- 
harze, Berlin 1900. H.Sd1mldt i 
Baluiter (Docken), kleine nebeneinander geitellte Säulen oder 
kandelaberartige Stützen der Geländer. 
Der Baluiter wurde in der Renaiffance eingeführt und hatte urfprünglich die 
Form einer wirklichen Säule, die aber bald wegen ihrer geringen tra enden 
Eigenfchaft eine freiere Formbehandlung erfuhr. In der Frührenaiffance entäanden 
fchlanke, nach zwei Richtungen fymmetrifche Balufter, die Hochrenaiffance brachte 
etwas kräftigere, nur in der Längsachfe fymmetrifche Formen hervor (f. die Figur),  
die fpäter mannigfaltig umgewandelt wurden. Senfft 
Baluftrade, im Mittelalter eine Bruftwehr für Bogenfchützen; heutzutage 
ein Schutz an Terraffen, Balkonen, Treppen ufw. 
Bamboo, 1. ein rohr- oder ttrohfarbiges unglaiiertes Steinzeug der Fabrik 
von Wedgewood 8: Sons in Etruria und Stoke upon Trent in England; 2. auf 
Sumatra Flüfligkeitsmaß : 4 l und Getreidegewicht : 1,85 kg; in Birma Längen- 
maß : 4,09 m. 
Bandeifen, durch Walzen in Bandform gebrachter Thomas- oder Siemens- 
Martin-Stahl, für gewöhnliche Zwecke in I-Iandelsqualität, für befondere Zwecke 
auch in andern Qualitäten, worüber Abmachungen mit den Bandeifenwalzwerken 
zu treffen iind. (Die deutfchen Bandeifenwalzwerke iind in  [2] zufammen- 
geitellt.) Befondere Qualitäten oder befonders bearbeitetes Material (f. u.) wird 
auch vielfach als Bandttahl bezeichnet. 
Man unterfcheidet warm- und kaltgewalztes Bandeifen. Ueber die Abmeffungen, in welchen 
warmgewalztes Bandeifen hergeltellt wird und die etwa in den Grenzen von 10 mm Breite bei 
0,9-6 cm Stärke und 300 cm Breite bei 2,25-6 crn Stärke liegen, gibt die deutfche Band- 
eifeniiberpreisliile Auskunft. Die Stärke gibt man entweder nach Millimetern oder nach Nummern 
der deutfchen Bandeifenlehre an:  
Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 
mm 51]: 511i 5 43h. 4112 41h 4 3314  31h 
l. 11 12_ 13 14 15 16 17 18 19 20 
mm 3 23], 21], 21], 2 13], 11], 11], 1,1 0,9. 
Ferner iind die füddeutfchen Bezeichnungen der Stärke mit 1-, 11]2-, 2- und Sfach in Gebrauch, 
die aber je nach Breite ein verfchiedenes Maß bedeuten, vgl.  Das Bandeifen wird in 2,2 m 
langen Bändern (gebunden, flach aufeinandergewickelt), in Rollen (mit 0,4 oder 0,6 m lichtem 
Durchmeffer), oder in gefchnittenen Stäben geliefert. Ueber die handelsüblichen Toleranzen 
der Abmeffungen, Gewichte, Aufmachung ufw. f.  
Bandeifen mit der Oxydfchicht, welche es nach dem Walzen beim Erkalten annimmt, wird 
als fchwa rzes Bandeifen bezeichnet. Bandeifen unter den oben angegebenen Stärken kann 
wegen zu itarker Abkühlung und Zunderbildung nicht mehr warm, fondern nur noch auf 
Kaltwalzwerken gewalzt werden. Die geringfte herftellbare Stärke hängt von der Breite, dem 
Material ufw. ab. 
Durch das Kaltwalzen wird das Bandeifen hart. Je nach der Verwendung wird es ent- 
weder in diefem Zuitand verarbeitet oder durch Glühen unter Luftabfchluß weichgemacht oder 
ihm durch wiederholtes Kaltwalzen ein mehr oder weniger itarker Grad von Härte gegeben. 
Durch Abbeizen der Oxydfchicht des fchwarzen Bandeifens vor dem Kaltwalzen kann blankes 
Bandeifen hergeitellt werden, das man nach dem Walzen auf die gewünfchte Dicke je nach 
Wunfch (glatt und auf genaue Breite) befchneiden, polieren, (gelb, violett, blau) anlaffen, mit 
einem Metall- (Blei-, Zinn-, Zink-, Mefiing- ufw.) oder einem Lackiiberzug verfehen kann. 
Je nach Verwendung erhält das Bandeifen befondere Bezeichnungen, wie Verpackungs- 
bandeifen (meift 10-30 mm breit, 0,3-0,9 mm ftark, das auch für Kiitenbänder gelocht ge- 
liefert wird), ferner Kabel-, Felgen-, lfolierrohr-, Glocken-, Rillen- ufw. -Bandeifen. 
Die I-lerftellung des Bandeifens gefchieht auf den zu den Feineifenwalzwerken zählenden 
Bandeifenwalzwerken, welche die gewöhnliche oder kontinuierliche Anordnung der Walzgerüfte 
aufweifen (f. Walzen, Walzwerke). An Befonderheiten zeigen Iie meift Schleudervor- 
richtungen (Wimmler), welche das Bandeifen hinter dem Fertiggerüft in Schlingen auf ein 
Transportband werfen, auf dem es abkühlt, fowie wag- oder fenkrechte Bandeiienhafpel zum 
Auihafpeln in Rund- oder Langbunden, ferner Tifche zum Binden der Bunde. 
Literatur: [1] Müller u. Dornauer, Handb. d. Eifenkunde, EiTen 1925.  [2] Gerneinfaßl. Darit. 
d. Eifenhüttenwefens, herausgeg. v. Ver. deutfcher Eifenhüttenleute, Diitieldort 1923: Widmßi" 
 Bänder, Holzverblndungen zwifchen parallelen oder gegeneinander ge- 
neigten Hölzern (Winkelband, Bug, Büge), verzapft, überblattet oder verfatzt. 
Bildet ein Band die Verbindung einer Schwelle mit einer auf derfelben ruhenden Säule, 
fo bezeichnet man es als unteres Winkelband (Fußband, Fußbüge). Nimmt ein Fuß- 
band gleichzeitig einen Teil der auf der Säule ruhenden Laft oder einen auf jene wirkenden
        

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