Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A bis Bohren
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163279
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163823
Abfdznitt 
Abfdzreiten 
nurunoch eine Perfon erforderlich, wozu in der Regel ein jugendlicher Arbeiter oder eine Frau 
genugen wird. Von dem Elevator werden die Rahmen auf einen Abfatzwagen gebracht, und 
zwar jeweilig 8 oder 10 Rahmen gleichzeitig, und dann auf dem Wagen nach dem Trocken- 
raum, wo {ie durch einen einzigen Handgriff gleichzeitig 
auf Vorfprünge im Trockenraum geilellt werden. 
f Eine andre ebenfalls felblttätige Abfchneidevorrichtung 
L a ift von Nils Frederikfon in Svedala (Schweden) ge- 
1) baut worden. Bei derfelben erfolgt das Abfchneiden der 
 Ziegel mittels eines Drahtes, der in Bügeln eingefpannt 
Q Q. iil, die an einer Kurbel oder einem Drehftern derartig auf- 
 gehängt lind, daß iie {ich frei bewegen können, wobei die 
_ I- unteren Enden der Bügel an einer Leitfchiene derart ge- 
führt werden, daß der Schnitt durch den {ich vorbe- 
E G wegenden Strang fenkrecht zur Oberfläche desfelben ge- 
Ö  o_ richtet bleibt. Die Wiederaufwärtsbewegung des Drahtes 
' '39 findet den ab efchnittenen Stein bereits fo weit auf einem 
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 k; Transportband vorgefchoben, daß eine Befchädigung des- 
Ei felben nicht mehr ftattfinden kann. Fig. 2 zeigt den Appa- 
Fies. rat in einer Seitenanficht. Damit die Bügel jederzeit von 
 dem Drehftern abgenommen werden können, z. B. heim 
Reißen eines Drahtes, um denfelben durch einen andern zu erfetzen, ilt die den Bügel tragende 
Welle nur an einem Ende an dem Drehitern beteiligt, während das andre Wellenende freiliegt 
 Nr. 287 779). Andrer Art ift der Abfchneider der Firma Ri ch ard Rau pac h, Mafchinen- 
fabrik Görlitz; bei demfelben wird der Schneidedraht duich eine Meßtrommel angetrieben, die 
ihre Drehung, entfprechend der Stranggefchwindigkeit, durch ein endlofes, vom Strang mit- 
genommenes Förderband erhält. Das Wiederanheben des Schneidebügels (f in Fig. 3) kann 
durch ein Reibungsgetriebe wie im Hauptpatente (Nr. 295939) oder durch einen Gewichtshebel 
wie im Nachtragspatent (Nr. 296 280) erfolgen. Letzterer ift in Fig.3 in einer Seitenanficht dar- 
gellellt. Der Gewichtshebel wird dabei derart gefteuert, daß fein Gewichtsarm während des An- 
hebens des Schneidbügels am größten, während des Schnittes dagegen nahezu gleich Null ift. 
Literatur: [l] Dümmler, Handb. d. Ziegelfabrikation, 3. Aufl., Halle a. S. 1911.  [2] Weber, 
Handb. d. Ziegeleitechnik, 2. Aufl., Berlin 1923.  [3] ,Ziegelwelt',.Iahrg. 1921, Nr. 51. Dümmler 
Abfchnitt (Segment) einer begrenzten ebenen Fläche oder eines Körpers 
heißt jedes durch einen geradlinigen bzw. ebenen Schnitt abgetrennte Stück 
diefer Fläche bzw. diefes Körpers.  
Ueber die Berechnung der Inhalte von Abfchnitten f. unter Quadratur und Kubatu r; 
die Inhalte von Kreis- und Kugelabfchnitten findet man unter Kreis bzw. Kugel angegeben. 
   M h he 
Abfchnuren von Schiffen, dasfelbe wie Abfchlagen (f.  e m 
Abfchrecken, das fchnelle Abkühlen von glühenden, feilen Metallen, z. B. 
beim Härten (f. d.) des Stahls, oder von flüffigen Metallen bzw. Legierungen 
durch Eingießen in Gußformen, die ganz oder nur teilweife aus Metall beftehen, 
wobei dem flüfiigen Metall feine Wärme an den Berührungsftelled mit der 
metallifchen Form oder Einlage fchnell entzogen werden foll (f. Eifengießerei, 
Gießerei, Hartguß). Widmaier 
Abfchreiten, Längenmeffung einer Strecke durch Abzählen der Schritte, 
die zu ihrer Zurücklegung notwendig lind; dabei iit vorausgefetzt, daß die Länge 
eines Schritts fchon bekannt iit oder aber bei der Meffung felbll dadurch be- 
ltimmt wird, daß das Abfchreiten nicht einfeitig gefchieht, fondern daß Punkte 
zwifchen feil gegebene Endpunkte eingefchritten werden. 
Diefe roh erfcheinende Längenmeßmethode iii ziemlicher Genauigkeit fähig und für manche 
Zwecke, flüchtige Aufnahmen auf Reifen, Krokieren, topographifche Aufnahmen (Einfchreiten 
von Punkten in den Lageplan bei Flächennivellierung oder barometrifcher Höhenbeftimmung) 
auf horizontalen oder gleichmäßig geneigten Linien genügend.  Die Schrittlänge auf horizon- 
taler Bahn ilt individuell verfchieden und ift von verfchiedenen Geodäten (Hammer, Jordan, 
Kahle u. a.) aus fehr vielen Verfuchen zu 0,80-0,83 im Mittel beftimmt worden. Die Genauig- 
keit beim Abfchreiten einer freien Strecke auf fetter horizontaler Bahn darf man im Mittel zu l bis 2 "[0 
der abgefchrittenen Strecke fchätzen, während beim Einfchalten von Punkten auf nicht zu langer 
Strecke die Genauigkeit fogar aufs Doppelte zu bringen ift. Auf geneigten Strecken ändert (ich 
begreiflicherweife die Schrittlänge, und man kann nach Jordan, Rziha und Kahle etwa 
feilen. Wenn S, X1, x„ und n: entfprechend Schrittlänge auf horizontaler Strecke, die Projektionen 
von s auf die Horizontale bei lteigendem, bei fallendem Gelände und den Neigungswinkel bedeuten: 
X118 (l- sin n) und x,:s (l-sin  
Diefe Schrittverkürzungen auf nicht horizontaler Strecke, bei denen die Mehrarbeit des 
Abfchreitenden, alfo auch deffen Gewicht und insbefondere Ganggefchwindigkeit ufw. ebenfalls in 
Betracht kommt, lind aber individuell ebenfalls verfchieden  Bei wenig gangbarern, rauhem 
Boden iil aber das Abfchreiten geneigter Strecken nur vorlichtig anzuwenden und beffer durch 
das Mitziehen eines Meßbandes zu erfetzen   Ueber mechanifche Hilfsmittel zum Schritt-
        

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