Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A bis Bohren
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163279
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163568
Abdampfausnutzung 
einrichtungen firid fo abgeftimmt, daß zwifchen dem Anfprechen beider ein Spielraum bleibt, der 
etwa ljm des abfoluten Gegendruckes beträ t; foll alfo mit dem Abdampf eine Niederdruckdampt- 
heizung betrieben werden, abfoluter Drucä etwa l,l at, fo lind paffende Druckgrenzen 1,05 at 
für das Anfprechen des Minderventils und 1,15 at für das Anfprechen des Sicherheitsventils. 
Zwifchen den beiden Druckgrenzen unterliegt die Gegendruckmafchine der Herrfchaft 
ihres Reglers, der einerfeits die Drehzahl, andererfeits die elektrifche Leiitung herzuftellen hat. 
Die Wirkung der Regelung iil hierbei, ftets in dem Betlreben einen möglichfl großen Teil 
des Dampfes der doppelten Ausnutzung nach Arbeit und Wärme zu unterziehen, verfchiedeii, 
je nachdem ob y; ) d, oder g ( d, iil. 
1. lf;(d, (Fehlbetrag an Arbeit). Die Anordnungen nach Fig.5 und Fig.6 lind möglich. 
Bei Fig. 5 veriorgt eine für die Druckltufe p, bis p, eingerichtete Mafchine I das Gegendruck- 
dampfnetz mit Abdampf, eine zweite mit Kondenfation arbeitende Mafchine II erganzt den Fehl- 
betrag an elek- 
trifcher Leiftung. - 
MafchineI liefert .1, 
jederzeit fo viel   P1 
Strom, wie {ich  i u 
in ihr mit der - l 
Dampfmenge W 1 
erzeugten läßt; H3 ü N1] HD 
den Re gibtTur- I i?  T  
bine II her. Der _ 
Regler von II itt _   . i  
ein gewöhnlicher  I; F m, 
Drehzahlregler;  k Knnderisazion 
61' Erhält die 1741)„ Leiszuiig elektrisch vereinigt. Pi j 
Drehzahl auf bei- N ' w N 
fpielsweife 3000 F. 5 
pro Minute.  'g'    
Turbine I hat eine Regelung nach Fig. 7, die den Zutritt von Frifchdanipf zu der Turbine von 
der Aufnahme W des Dampfnetzes abhängig macht; finkt W, fo wird alfo der Turbine weniger 
Dampf abgenommen als bisher und als ihr zultrömt; der Gegendruck am Auslaß der Turbine] 
 fleigt daher; dadurch wird im Zylinder Z ein Kolben herauf- 
gedrückt und. durch Drehung des Hebels AB um B, durch 
 Heben von A wird die Dampfzufuhr zur Mafchine gemindert, 
f fo daß {ich in bezug auf den Dampf ein neuer Beharrungs- 
zuftand einftellt. Mit der Minderung des Dampfdurchganges 
durch die Mafchine mindert 
fich aber gleichzeitig die 
j 1 Leiitungshergabe der_ Ma- 
_  l fchine I, und fo viel Leitttung 
_ muß auf Mafcliine II uber- 
gehen.  Beide Mafchinen 
d  laffen namlich, da die Dampf- 
 i aufnahme der Leiftungserit- 
 m, nahme _Ndnicht hmehr ent- 
      
(ZWISCUEITiÖWI-ltäfitnahml) w N Mafchine II kommt zum An- 
(Aula? um m)  6 fprechen wie bei jeder Lei- 
   ng     ilungsänderung einer Kraft- 
mafchine, und II ubernimmt fo viel Leittung, wie I nicht mehr hergibt. Das Umgekehrte findet 
bei einer Vermehrung des Dampfbedaries W ftatt. Wenn dagegen der Leiftungsbedarf N {ich 
ändert, fo veranlaßt einfach der Drehzahlregler von Mafchine II, daß diefe Mafchine die erforder- 
li-che größere Dampfmenge erhält, Mafchine I wird dann im Dampfdurchgang gar nicht beeinflußt. 
Bei diefen Vorgängen kommt der Drehzahlregler von I gar nicht zur Wirkung, feine 
Feder wird fo angefpariiit, daß er erft bei höherer Drehzahl anfpricht als Regler von II, er dient 
nur als Sicherlieitsregler, denn hiniichtlich der Drehzahl find I und II als elektrifch gekuppelt 
anzufehen. Namentlich bei Wechfel- oder Drehtlrom iind die beiden in das gleiche Netz fpei- 
fenden Generatoren gehalten, fynchron zu laufen, fo lange bis etwa einer aus dem Tritt fällt. ' 
Die kleinen Drehzahländerungen, die die Mafchine II beim Wirken ihres Drehzahlreglers erfährt 
und die deren Ungleichförmi keit zwifchen Leerlauf und Vollaft entfprechen, ift alfo I gezwungen, 
mitzumachen, ohne daß der gDampfdurchgang dadurch merklich beeinflußt wird. Ob dabei die 
Mafchinen I und II mit gleicher Phafenverfchiebung und gleichem Leiitungsfaktor arbeiten, 
hängt von ihrer beider Erregung ab; durch Abgleichen der Erregung trägt man für etwa gleiche 
Phafe Sorlge. Bei Gleichitrom itt die Kuppelung ebenfalls vorhanden. Die Leittung jeder Dynamo 
ifl durch rregung und Drehzahl feftgelegt; die Leiftung von I liegt wegen der Dampfabnahme W 
fett und die Leiftung von II muß jene zu N ergänzen. Eine betlimmte Erregun von II ift alfo 
nötig, um die SpannungE Iicherzultellen, bei der Drehzahl, die der Regler äem Satz II auf- 
zwingt. Ift nun I in gewiffem Maße erregt, fo kann nur eine Drehzahl die Dynamo I veranlaffen,
        

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