Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A bis Bohren
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163279
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3165258
An fdmeiden 
Anjiedzhahn 
Anfchneiden, bei Vermeifungen, gleichbedeutend mit Anzielen, d. h. die 
Abfehenslinie des Fernrohres oder eines Diopters nach einem Ziele richten. 
Anfchnitt, Abtrag an einem Hang mit einfeitiger Einfchnittsböfchung, f. 
Einfchnitt.  Anfchnitt im Bergbau, f. Grubenbetrieb. 
Anfchiittung, Auffüllung, itt im Erdbau jede durch Aufbringen von Erd- 
rnaffen gebildete Cieländeerhöhung; f. Erdarbeiten und Damm. 
Anfchwellung (architektoniich, äwaazg), der fehr flache Bogen, in dem 
die Außenlinie der Säulenichäfte geführt wird, um eine für das Auge angenehmere 
Erfcheinung der Säule (i. d.) hervorzubringen. Senf! 
Anfchwellungen, zeitweilige Spiegelerhebungen itehender oder fließender 
Gewäfier, veranlaßt durch geiteigerte Niederichläge, Schneefchmelzen uiw. oder 
durch Abflußhindernifie (Riickitau). 
Im erfteren Falle wächlt mit der Anfchwellung die itromabwärls fortgeführte Waiiermenge: 
die Spiegelerhebung wandert ftrornabwärts (Flutwelle bei Binnenfliifien). lm zweiten Falle be- 
ginnt das Steigen des Spiegels im Unterwaffer: die Spiegelerhebung wandert auf beitimmte 
Strecke itromaufwärls. Es wird dann ftromabwärts kein Waffer fortgeführt, fondern das von 
oben entgegenftrömende aufgeftaut. Beide Male häufen {ich dort, wo die Anfchwellung eintritt, 
die Waffermengen: da s gemei nia me Merkmal. Ein Abfliißhindernis bildet auch der Wind 
(Sturm); hieraus entiieht ebenfalls Aufitau (die iogenannte Sturmflut). 1 R. Weyrauch. 
Anfchwoden, in der Gerberei das Beitreichen der Häute und Felle mit 
Hilfe des fogenannten Schwödepinfels auf der Fleifchieite oder auf der Haarieite, 
meiftens auf der eriteren, mit einem Brei (Schwödebrei), der entweder reiner 
Kalkbrei iit_oder außer diefem noch aus Zufätzen, wie Schwefelarien oder 
Schwefelnatrium, befteht, zum Zwecke der Lockerung der Haare bzw. der Wolle 
und der Oberhaut  Aefcher und Leder).  Pdßler 
Anfetzen. 1. Bei fpanabhebenden Werkzeugmafchinen oder Werkzeugen 
(z. B. Meißel) das Heranfiihren und Eindringenlaffen des Werkzeugs an und in 
das Arbeitsltiick bis zur gewünichten Spantiefe, 2. das Verlängern eines Arbeits- 
ftücks uiw., fo viel wie Anfügen, 3. eine Löfung (Mifchung) anfetzen. Widmaier 
Anfpringen der Schiffsmafchine iit für ein rafches Manövrieren 
(lngangietzen der Maichine auf Vorwärts- und Rückwärtsgang) von Bedeutung. 
Man benutzt hierzu bei Dampfkolbenmaichinen Hilfs- oder Anlaßfchieber, mittels deren 
man frifchen Dampf in die Receiver des Mittel- oder Niederdruckzylinders oder in diefe felbft 
einftrömen läßf. Bei kleinen Maichinen verwendet man auch Anlaßventile mit Hebel. Beionderen 
Einfluß auf ein gutes Anfpringen der Mafchine hat die richtige Wahl der Kurbelltellung 
(f. Schiffsmafchine). Das Anfpringen der Dampfturbinen erfordert keine Hilfsorgane, doch 
wird für den Rückwärtsgang eine befoiidere Rückwärtsturbine erforderlich. Das Anlaffen der 
Dieielmafchinen erfolgt durchweg durch Preßluft und bietet im befonderen das erite Anlaifen 
der kalten Mafchinen unverkennbare Schwierigkeiten; es kann durch Vorwärmung der Mafchine 
iowie des Brennltoffes erleichtert werden. Das Umfteuern der Schiffsdiefelmafchinen mit Hilfe 
von Preßluft ift jedoch betriebsiicher gelöit. Auch kommen befondere Umiteuergetriebe in 
Frage. Letztere bilden bei kleinen Verbrennungsmotoren bis zu 150 PS die Norm. 
Literatur: Gerhards, M. W., Kritiiche Betrachtung über die Vorteile der nicht umfteuer- 
baren Schiffsdiefelmafchinen mit Urniteuerungsgetrieben gegenüber den unmittelbar umfteuer- 
baren Schiffsdiefelmafchinen, „Werft, Reederei, Hafen", Berlin 1924, S. 376. T-Sßhwß" 
Anitauungsbewäfferung, diejenige Bewäfierungsart, bei der das Waffer auf 
der zu bewäffernden Grundfläche zeitweilig angeitautund in Ruhe gehalten wird, 
um feine Dungitoffe abzulagern, im Gegenfatz zur Riefelbewäfferung, bei der ein 
itändiges Ueberfließen des Wafiers Itattfindet (f. Beriefelung und Bewafferu ngs- 
iyiteme).   Y-Brix 
Anlteckhahn, Vorrichtung zum Ablaffen des Inhaltes aus Fäffern ufw. 
 Von derartigen Hähnen ift außer leichter Hand- 
 habung vor allem zu fordern, daß lie vollitändige 
   Entleerung der Fäffer ermöglichen. Eine fehr 
   zweckmäßige Konitruktion 
5, i," „   ift die von G. Poirier 
  A .321)? lt]! üi"'iiilfrf_'       NY- 8260- PTQBÜQTT 
  (iüth    8r_Koch Nachf., Leipzig) 
 Mir  mit Abfeihvorrichfung, bei 
   der Zapflochbüchfen in 
Anfteckhahn, Syitem o. Poirier. St"  Wegfall kommen (vgl. die 
Figur). Die Konftriiktion 
zeichnet lich durch Einfachheit aus, die ganze Vorrichtung befteht aus dem Schaft und dem 
Anlteckhahn mit kupfernem Abfeihrohr. Der Schaft wird bis an das Einflußloch des Rohres vor- 
gefchoben, die Stopfbüchfe fett angefchraubt und hierauf der Schaft in das FaB eingefchlagen. 
Lueger, Lexikon der geiamten Technik. 3. Aufl. 12
        

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