Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A bis Bohren
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3163279
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3165109
162 
Ankerlagerung 
Ankermaß 
in Fortfall. Diefe Anordnung, von Baxter eingeführt, fetzt jedoch voraus, daß der Anker in einer 
weiten Klüfe gelagert wird, aus der er nach Löfen des Zwifchendeckitoppers und des Spillketten- 
rades mit itändig gefpannter Kette ausraufcht und in die er beim Ankeraufgehen hineingehievt 
wird. Die Vorrichtungen zum Bedienen der Anker beftehen in Ankerdavits, Kranen ufw. Diefe 
dienen dazu, den Anker, wenn er vor die Kliife vorgehievt iit, zu faffen und auf dem Schweins- 
rücken zu lagern. Mit Hilfe des Kattdavits und des Kattakels wird der Anker bis an Deck ge- 
hoben, mit Hilfe des Fifchdavits und des Fifchtakels das Ankerkreuz gelüftet und dann ge- 
lagert. Die Anker mit Baxterlagerung bedürfen keiner Davits bzw. Krane   fie werden in 
weite Klüfen eingehievt und durch Kette mit Spanhfchraube und Sliphaken an Deck feftgezurrt 
(Fig. 3). Zur Markierung der Stellen, an denen die Anker am Grunde liegen, dienen Bojen, die 
mittels des Bojenreps an dem Ankerkreuz befeftigt fmd. Bei etwaigem Brechen der Ketten kann 
man mit Hilfe des Bojenreps den Anker leichter fifchen. Bei Nacht wird die Stelle durch ein 
Ankerlicht bezeichnet, und jedes ankernde Schiff muß am Maft eine weiße Ankerlaterne führen. 
Literatur: [1] Dick u. Kretfchmer, Handbuch der Seemannfchaft, Berlin 1899.  [2] Haufer, 
Cours de construction de navale, Paris 1886.  [3] Foerfter, E., Johows Hilfsbuch für den 
Schiffbau, Berlin 1920. T-Schwur: 
Ankerlagerung. Die Lagerung der Schiffsanker an Bord der Schiffe muß 
derartig fein, daß diefelbrn jederzeit frei von der Bordwand fallen gelaffen 
werden können. X24 
Die Anker lagern daher auf  
einem befonderen Bett, dem fo-  U 
genannten Schweinsrücken, von ß 
dem der Anker durch eignes Ge- j Q  
wicht herab leiten kann; er wird      j?! 
am Kopfe därch die Porteurleine a JHQIEÜEHjÄIfHkEY  Xil-ÄH J 
bzw. Kette, am Kreuz durch die b Sfhwelnsrllckell e  X Kir"; 
Rültleine gehalten.  Der Stock g f Änkßfdavli   Xi f, 
des Normalankers wird dann meift d Änkßrfvllvßrrichtunq  K t l 
beigeklappt. Für e Pcrtaurkene 4 Ä   Üfä 
die Patentanker ift f Riistkette ff     
der Schweins- a g linkerzurring  x (x w, 
rücken meift  l r   
nifchenartig im     f f 
Deck eingebaut, r  Ä 1 
um fürdieGefchützefreiesSchuß- Q.     
feld zu haben (vgl. Fig. 1). Die    Q g l 
Ankerfallvorrichtung beiteht meift 0Jß' 
in einer Welle mit zwei Daumen, , 
auf die das eine Ende der Porteur- Fll- 1- 
und Rüftleinkette mit je einem U 
         längeren Gliede befeftigt iff. Durch Freilaffen- 
       eines Hebels, der das Drehen der Welle, wenn 
l fjeftgegsgt, verhirädert, können die Glieder von 
m m  en aumen a eiten und h f d' 
m m 9a m m aHanankB_ Enden der Ketteng frei, fo daiä geäi-cAirrllrerovoä 
b." bxlüse ' Schweinsrucken heruntergleiten kann   
 Ä cKuntruner Bei der Ankerlagerung nach Baxters Patent 
   (Fig. 2) ruht der Anker nicht an Deck, fondem 
wiädltdeäaiä iär di; erweiterte Klüfe hinein- 
ge o , a as reuz und die Arme des. 
Ankers außerbords verbleiben. Der Anker 
 mit glemhlfghringainlgerfchäililel  mittels 
     e emit ip a en un pann c raube- an 
     Deck feftgezurrt; er hängt auf diefe Weife 
Fig- 9- Iteäig arlfdär Kette undd brauäht nilght gekatfet 
un eic zu wer en. e' all lii 
des Ankers löft man die Kettentrommel von der Spillweglle und läßt die Kette ailgaufchterrlnaDtig 
Kette bleibt dann ftets in Spannung und Stöße werden vermieden. Um ein Feftfrieren der 
Anker in der Klüfe bei Frolt zu verhüten, ift eine Dampfrohrleitung in die Klüfe zu leiten zum 
Auftauen des gefrorenen Seewaffers. 
Literatur: [1] Dick u. Kretfchmer, Handbuch der Seemannfchaft, Berlin 1899  [2] Haufer, 
Cours de construction navale, Paris 1886.  [3] Croneau, A., Construction pratique des navires- 
de guerre, Paris 1894. T. Schwarz 
Ankermaft, englifch „mooring"-Mait. Freiftehender Gittermaft oder Turm, 
an deffen Spitze ein Luftfchfff mit feinem Bug (vorderer Spitze) mit Hilfe einer 
Art Kugelgelenk derart frei drehbar feftgelegt (verankert) wird, daß es, ohne mit 
der übrigen "ljurmkonftruktion oder dem Erdboden in Berührung zu kommen, 
18 nach der Windrichtung frei nach allen Richtungen, wagrecht und bis zu einem 
gewiffen Grade auch fenkrecht herumfchwenken kann (Fig.1).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.