Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gebäude für besondere Zwecke: Silos, landwirtschaftliche Bauten
Person:
Dörr, Heinrich Mund, Otto Emperger, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3152042
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3155436
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Beschreibung größerer 
Gutshöfe. 
Wendet werden (Abb. 161). Diese Nistkästen sind so gebaut, daß sie das Reinigen und 
Nachsehen gestatten, ohne daß die eingebauten Nester zerstört oder die jungen Vögel 
beschädigt werden können.  
Abb. 162 bis 164 endlich zeigen eine Eisenbetonwiesenwalze, D. R.  der Firma 
Neuruppiner Zementwarenfabrik, Inh. Erich Schmidt in Hermsdorf, Post Altruppin. 
AN Mm)?  Die Walze beseitigt alle 
    Unebenheiten, Maul- 
    n wurfs- und Ameisen- 
Y   ,  hügel, schafft also eine 
 Ü,  Lag für Maschinenschnitt 
m "Pizj    geeignete glatte Wiese. 
L Sie drückt die aufge- 
lgl! lIlgl   frorene Grasnarbe fest 
[dwäüdf  Qmßmy! und verhindert so das 
Abb. 164. Eisenbetonwiesenwalze. Längs- und Querschnitt. Entstehen von Kfhl- 
stellen. Die Rader 
können durch Auffahren auf einen flachen schmalen Hügel ohne 
abgenommen und zum Abtransport Wieder angebracht werden. 
Anheben 
der 
Walze 
F. Beschreibung größerer Gutshöfe. 
Die in den vorstehenden Abschnitten beschriebenen Baulichkeiten finden ihre 
Zusammenfassung im Gehöft oder Gutshofe. Erst die zweckmäßige Eingliederung 
der einzelnen, in sich einwandfrei durchgebildeten Bauten in den Gesamtorganismus 
schafft die Wirtschaftlich vollkommene Anlage. Die Gesichtspunkte, die dabei berück- 
sichtigt sein wollen, sind äußerst mannigfaltig. Klima, Wind- und Himmelsrichtung, 
Bodengestaltung und Beschaffenheit des Untergrundes an der Baustelle, die Gewohn- 
heiten der Bewohner, alles das muß in Rechnung gestellt werden. Ein moderner 
Gutsbetrieb muß ferner, wo irgend eingängig, die menschlichen Arbeitsleistungen ein- 
schränken und durch maschinelle Einrichtungen oder arbeitsparende Vorkehrungen und 
Ausnutzung der durch die Geländegestaltung gebotenen Vorteile ersetzen. Der Arbeiter- 
bedarf auf dem Lande ist immer schwieriger zu decken, vor allem die anstrengenden 
Arbeiten in den Scheunen, Speichern, Rübenkellern usw. werden gemieden, und deshalb 
sollte man sich, auch abgesehen von den zu ersparenden Löhnen, von menschlicher 
Arbeitskraft weitestgehend unabhängig machen.  
Die modernen Gutshöfe haben sich aus den altdeutschen Bauernhäusern entwickelt 
und zeigen noch heute vielfache Anklänge an die Grundformen des schwäbischen, 
sächsischen oder fränkischen Gehöfts. Die Möglichkeit zu beliebiger Ausdehnung hat 
den modernen Großbetrieb vor allem die Grundzüge des fränkischen Gehöfts weiter- 
bilden lassen, und so findet man bei großen Anlagen in der Regel eine Trennung der 
einzelnen Wirtschaftszweige in mehrere einen im allgemeinen viereckigen Hof um- 
schließende Gebaudegruppen.   
Das Bestreben zu günstigster Ausnutzung der elektrischen Betriebskraft Ulld zur 
Abkürzung der Arbeits- und Kontrollwege führt dabei dazu, Wohn- und Stallgebäude 
möglichst unter ein Dach zusammenzuziehen?) Eine derartige Anordnung ist des 
weiteren nicht nur zur Herabsetzung der Baukosten von Vorteil, sie erleichtert auch 
die architektonische Ausgestaltung. Gründe der Feuersicherheit, die bislang für eine 
1) Vergl. auch Ton.-Ztg. 1912, Heft 44, S. 629 u. 630. 
i) Kühn, Ländliche Bauten II, S. 10.
        

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