Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Reichs-Handbuch der Universitäten, Akademien und Hochschulen, höheren und mittleren Schulen, Fachschulen, Berufs- und Gewerbeschulen des Deutschen Reiches
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3147894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3148316
und Berufswege 
Ausbildungs- 
Kutscher: Volksschule, keine geregelte Ausbildung, Maler- und Anstreicher: Volksschule, (t-tijähr. 
gehen meist aus dem Stand der Landwirtschaits- Lehre, Gesellen- und Meisterprüfung. Vielfältige 
arbeitcr u. Ackerknechte hervor. Wer bessere Fortbildungsmöglichkciten auf Handwerker- und 
Stellungen erstrebt, besucht eine Reit- und Pahr- Kulistgewlerbeschulen (E 34) und Kunsb, Mal- und 
schule (E 64). Zeichenschulen (E 50), bei weitgehendcrcr künst- 
Laberantün): Guter Volksschulabschluß, kein fcst- liseller Begabung Ubergang zum Kunstmaler 
umrissener Berufsbegrifi, ursprünglich angclcrnte (siehe dort).  
Tätigkeit im Industrie- oder lnstitutslaboratorium; Markscheideiu. Abitur, 12 Monate Prß-XiS, 531'011 6 
dort heute meistens der Chernotechniker, d. h. unter Tag, 6 Seru. Studium an der Tcch. Hochsch. 
vor allem die Chemotcchnikerin. Fachschulen Berlin-Charlottenburg, Aachen (Gruppe AV12) 
s. unter E 11. oder dcr Bergakademie Klausthal (Gruppe A V 2), 
Lackieren Volksschule, 3112-4 Jahre Lehre in weitere ljähr. Ausbildung, Prüfung vor dem Ober- 
 Möbel- oder Wagenlackiererei, Gesellen- und Mei- bergamt: Selbständig. ltiarkseheider, Angestclltoi- 
sterprüfung. Weiterbildung evtl. auf Handwerker- d. Privathergbaues, Staatslit-ainter an Bergämterii. 
taehschulen (E 34). Maschineningenieur: 1. Abitur, ljabr. praktische 
Landjäger: Mindestens 6, höchstens 8 Jahre P0lizei- Tätigkeit, davon meist 112 Jahr vor dem 1. Se- 
dienst, unverheiratet, nicht über 28 Jahre. Teil- mester. Mindestens 8 Semester Studium an einer 
nahiiie an einem halbjährigen Lehrgang auf einer Technischen Hochschule (Gruppe A. V 12), Di- 
Landjägereischule (E 62). Spätere Stellungen: plomingenieurprüfung. Promotion zum Dr. ing. 
Oberlandjäger, Landjägermeister, Oberlandjäger- sehr schwierig, sie bedingt Weitere 3-4 SBIIIESIEY- 
rneister. Berufsanwendung meist als industrieller Betriebs- 
Die Landjägeroffiziero werden dem Polizeiofü- ingenieur. Für den Eintritt in den Staatsdienst 
zierkorps entnommen und nehmen in Preußen an wird weitere ajäiir. Ausbildungszeit und Regie- 
eincm Lehrgang der Höheren Polizeischule in rungsbaumeisterprüfung gefordert.  
Eiche  teil._ 2. Obersek-Heife oder Mittelschulrelfc, 2Jahr. 
Landkraftfuhrer: Siehe Kraftwagenführer. prakt. Tätigkeit, 5 Semester Höhere Maschinen- 
Landmesser: Siehe Vcrmessungsingenieur. bWSßPüler Mißßllillßllbßllschlllß (E 54), nähere 
Landwirt: i. Obersek-Reife, 2 Jahre prakt. Tätig- lßßhmschß lfehrßPstäPßn (E "l- Abßßhhlßvremn" 
keit, 4 Semester Studium auf einer landwirtschaft- S811 im trlngenleul  Anslellung als Bemebs- 
liehen Hochschule (Gruppe AVG) oder den Uni- mgelueur m!" unter gewlssen Bedlngungen 
versitäten Breslau, Gießen, Göttingen, Halle, gigäläihliätiäcnä? däellmxäillägililen mittlere" weh" 
ääälllllglllldgAiIäia, Teläliii: äyälillfäälgfeg!  Maschinenschlosser: Volksschule mit glltcjil Noten 
(Gruppe A V12), (Unnn Münster (Gruppe AIVJ im Rechnen und Zeichnen, 4Jahr. Lehre irntHalnd. 
die ersten Semester). Absehlllß: ,.Prilt'uilg für Weüß Gesenglxlf .11" Melsierprlt.fung' mminda er 
praktische Landwirte... in dei- Industrien;achagbeitäprufnng. ALES lhrülkllg 
2. Abitur oder Obersek-Itcife mit Ersatzprüfung 3'101! bei d" Ruchsba.  runfi wüste a0 m e 
nach "gutu bestandene, Prüfung f_ "nmkn Land_ Weiterbildung kann (lIGN verschiedensten Sonder- 
wmntty 2 Jahre prakn rlvätigkeit, 6 Semester Sun berufe und Aufstiegsirlogllchkeiten erschließen. 
dium an den unter 1. bezeichneten Hochschulen u. Slehe auch lllaschlnenulgenleun 2' Absatz" Fach" 
Universitäten. Abschluß: "Landwirtschaftliche Schub". S181?" E541  519  375-  
Diplomprüfung" Dr. agr. Selbständiger Landwirt, Massetlrun): Volksschule" lahgkelli wläd mglsthln 
Pächter, Verwalter, Versuchsringleiter, Tier- oder Verbmflung  anderem Jim." enp (Egerisc an 
Ptianzenzuchtbeamter, Angestellter bei Landwirt- oder cmschlaggc" Beruf auägeuht; Veflschmdene 
schaftskammern oder landw. Genossenschaften, Iäuudesstaaten. haben ämfungmestlmmungcn" 
Landwirtschattslchrer (siehe dort). Bachsfchulf? Sfchle "fit." 31'   
3_ onersekxRnit-e, 2 Jahre Lenransbildnng in Maurer._ Vo ksschu e, .3_1.ihr. Lehre bei einem Mau- 
einem von der Landwirtschaftskammer zugelasse- remlelswr Odel m eint-am Baugescimfty G.esenen' 
nen Lehrbetrieb, weitere mindestens 2jähr. Pra- und MelsteFprPfung' Ubergaugsmoghcdkelten z" 
x18, dann ljänn Besuch einer höheren landw Sonderberuien. Plieseiileger, Terrazzoleger, Be- 
Schule (E 51). Abschlußprüfung als „staatl. ge- WMaGIEaYbEQBß schßi"sllflfmaärfr {Wg-t D" 39' 
prüfter Landwirt". Anstellungsmöglichkelten als F131 ("nerf tsugevsjßgkltf  ä, lle c ganmäf" 
Verwalter, Gutssekretär, Rechuungsführer oder a lge A" S llcgslmig 1c e] 89' n "T" 151.113?" 
Verwendung der erworbenen Kenntnisse im eige- Seher". "läertädüg m d?" mlmem" ßtaatödlenbtr 
nen Betrien Selbstandlgmachung als Bauunternehmer. 
4. Volksschulabschluß, praktische Arbeit, 2jähr. Medlamker (slehe auch Elfäktro" und kfnnmecha" 
Besuch einer Ackerbauschule (Gruppe B51) als mke')' yolksächulel 3_4J;IZ{{ Lahr? "n Iätlnd" 
 m." dzmraf-fßfrß er  Iäääärrärrff rhlffzztf:  isiiaftztst-rr in; 
i e zu r a n  an v v     
Vgrwalte: n e s 1mm. an wlr 0 er Handwerk Gesellen- und Meisterprutung. Auch 
s. Volksschule, praktische Arbeit, Besuch einer 1" am?" Berufe kann gute. "Veiterbllduug "m 
landwirtschaftlichen Wintcrryschulc (E 51).  ggf"  sgaähsäbälen Slehe 1111"" E 191 E 2"- 
i 1   
erfriliiellilllklndgitihteägjuglgchderbeäälogiaallgghiiligneä Meierün): Volksschule, Sjähr. Lehre in einer von 
  der Landwirtwhaftskammcr als Lclirmeierei an- 
vlntzenhaube" "uns "der E4" e ka t M lkl i Priifun a1" u lk  chilft- 
Landwirtschaftslehrer: Abitur, 3 Jahre Praxis, da-  {lrlifinderollgäfznit knnngersgtztt  Säglng nnrnn 
von 2 vorfiem Smdiumf dieses wie bei dem PL Bexiuch von landwirtschaftlichen Scheiden (E 51) 
plomlandwirt (siehe Landwirt), evtl. nach welte- oder Molkereiscnnlen (E 56h 
ren 2 Semestern Promotion zum Dr. agn, _1 Jahr Mßlkerün) (Schweizer): Volksschule, landwirt- 
PFQkt- Ptdagog- Ausblldung a" landw-ßemlnare": schaftlicho Tätigkeit mit frühestens 17 Jahren 
pädagogische Piiifung, 1 Jahr Vorbereitungsschul- Eintritt in die Länge bei einem anprkalnnten 
dienst. Anstellung an landw. Schulen, höheren Lehrober elke n-ähr Lehre Prnfun" m, der 
Lehranst. f. prakt. Landwirte, ländlich. ltorufs- Lnnnwmgännftgnnnälmell. Untenmelknr. fagn nnin_ 
schulen und Heeresfachschulcn.  destens öjähr. Praxis früfnng. als "Onmmelken 
Lehrei-(in): Siehe Volksschullehrer, Mittelschulleh- Milchwirtschafuichß Lehranstalten Siehe unter 
rer, Studienrat, technische Lehrerin, Muslk- n. 35m In Frage kommt auch der Besuch anderer 
Lielßlzfßlälehrersusäv- h l D, L h  k _t  landwirtschaitliclirer Schulen (E51). L h 
e 191'111 F111 011 "S" 119111 19 6 T 511g 81 111 Messorschinied: olksschulc, 3_4'ähr. c re in 
B_lindeii-, Taubstummem, Schwachsinnigem, Er- eine; handwerklichen Messgfgßhäjiedß oder in 
Zlehllllgß-r Gefangenenanstalten wird meist von einer Stahlklingciifabrik. Im Handwerk Ablegen 
yghksschunlxlehrertn, Jghreälnnetrlllhl- T-sßä1ßf1d_ von der GeselleiE n. Meisterprüfung. Fachschulcn 
ru eren nwar ern ur en o eren ic u iens siehe unten 1a.  
u. Theologiekandidaten nach Besuch von Sonder- Metallographin: Lyzeumsabschluß. Die Sjähr. Be- 
lehrsänsenfl. Prüfungen ausgeübt. rufsausbildung erfolgt vorläälufig Ifaät ausslchließ- 
Lithographün: Volksschule, 4jähr. Lehre, Gesel- lieh an der photogi-aphisc en e raustat das 
len- und Meisterprüfung. Wer später bessere Stel- Leite-Vereins in Berlin (E 2). Anstellung in Hüt- 
lungen im graphischen Gewerbe einnehmen will, tenwerken u. der Metallindustrie. Ferner kommen 
besucht tunlichst die einschlägigen Fachklassen Anstellungen an Technischen Hochschulen und 
einer Kunstgewerbescliule (E 34). optischen Anstalten in Frage. 
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