Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der griechischen Plastik
Person:
Overbeck, Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3081113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3085256
DIE KÜNSTLER VON TRALLES UND DER FARNESISCHE STIER. 
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philostrat. Gemälde gegen K. Friederichs vertheidigt, Leipz. 1861, S. 217 H". Auch vergleiche 
man was F. selbst "Bausteine" u. s. w. I, S. 383 f. über eine Gruppe der Schindung des Marsyas 
sagt, die er als "schwerlich früher entstanden, als in der Periode nach Alexander" bezeichnet. 
47) (S. 334.] In den Commentationes in honorem Mommseni scriptae, Berl. 1877 , p. 
448 sqq. 
48) [S. 334.] Brunn, a. a. O. S. 38 des Einzelabdrucks. 
49) [S. 334.] Kekule, Über d. Entstehungszeit des Laokoon S. 45. 
50) [S. 335.] Wie dies Conze in Gött. gel. Anzz. von 1882 Nr. 29 S. 903 gethan hat. 
51) [S. 335.] Dies scheint die Ansicht Conzes zu sein, wenn man dem kurzen und einiger- 
maßen dunkeln, zur vollen Einsicht in die Gründe kaum ausreichenden Bericht über einen 
von ihm in der berliner archaeolog. Gesellschaft gehaltenen Vortrag in der Archaeolog. Zeitung 
von 1881 , S. 70 trauen darf, in dem es heißt: "Hr. C. brachte die Frage zur Sprache, 0b 
die Laokoongruppe in einem Zusammenhange mit dem Giganten der pergamenischen Athena- 
gruppe stehn könne. Der Vortragende war der Ansicht, daß, wenn die Übereinstimmung 
der Motive nicht eine rein gegenständlich gegebene sei, eine Abhängigkeit 
nur auf Seiten des Laokoon liegen könne". Vergl. über die ganze Frage die in Anm. (5 
angeführte Schrift Trendelenburgs und die das. genannten Gegenschriften. 
52) [S. 335.] Brunn, a. a. O. S. 39 f. des Einzelabdrucks. 
Drittes Gapitel. 
Die Künstler von Tralles und der Farnesische Stier. 
Wie schon im Eingange des vorigen Capitels bemerkt wurde, wirkten auf 
Rhodos in dieser Periode im Geiste der Rhodos eigenthümlichen Kunst nicht nur 
einheimische Künstler, sondern die rhodische Schule scheint ihre Einflüsse auch 
auf das Kunsttreiben anderer Orte, namentlich Kleinasiens, ausgedehnt und Rhodos 
als ein hervorragender Mittelpunkt der Kunstübung auch fremde Künstler ange- 
zogen zu haben, die daselbst wohl meistens im öffentlichen Auftrag arbeiteten. 
Unter den mit der rhodischen Kunst in Berührung gekommenen Orten nimmt 
Tralles in Karien ein besonderes Interesse in Anspruch. Wie die Verbindung der 
Kunst von Tralles mit der rhodischen stattgefunden habe wissen wir nichtl). 
Von Tralles aber scheinen die Künstler Apollonios und Tauriskos, wahr- 
scheinlich Brüder, deren Werk, die Darstellung von Amphions und Zethos' Rache 
an Dirke in einer großen Marmorgruppe, für uns bei dem Verluste fast alles 
Übrigen die Kunst von Tralles zu vertreten hat, nicht etwa dies ihr Werk nach 
Rhodos gesandt zu haben, von wo es später nach Rom in Pollio Asinius' Besitz 
gelangte, sondern sie werden vielmehr persönlich dahin übergesiedelt sein. Pli- 
nius nämlich nennt diese Künstler die leiblichen Söhne des Artemidoros, durch 
Adoption diejenigen des Menekratesz), Während uns eine nicht geringe Zahl von 
rhodischen lnschriften zeigt, daß grade auf Rhodos eine solche Adoption (doüueoia 
in den lnschriften) sehr gewöhnlich war. Daß freilich Menekrates Rhodier war, 
kann man nur vermuthen und eben so das Weitere, daß er vielleicht der Lehrer 
der trallianischen Künstler war. Sei dem aber wie ihm sei, auf die Beurteilung 
der auf uns gekommenen, unter dem Namen des „Farnesischen Stiers" (Toro Far-
        

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