Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Im Palast des Minos
Person:
Sir Galahad
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3042170
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3043187
KAPITEL III 
Sie gehen in die Ringschule. Da sie eintreten, 
"haben die Knaben eben das Opfer beendet, in 
ihren Festgewändern verlassen sie den Altar und 
gehen zum Knöchelspiele über". Unter ihnen 
Lysis, steht der begehrte Knabe, einen Kranz im 
Haar. 
Soviel Anmut um Schultern und Haupt, wohl 
etwas keck auch, im jungen, weidenzähen Stolz 
seiner 13 Jahre. 
Gleich möchte er zu Sokrates   da er ihn 
sieht   wagt es aber nicht  wendet nur immer, 
fort verstohlen das Haupt. Bei der ersten Gelegen, 
heit läuft er herzu. Wie Vögel lassen sich Schwärme 
von Jugend um Sokrates nieder. "Hippothales 
aber, in der Furcht, seinem Geliebten gerade jetzt 
nicht sehr willkommen zu sein, verbirgt sich und 
hört ungesehen dem Gespräche zu." 
Und nun hebt die Magie des Geistes an. 
Wlie in einen Trichter von Gedanken treibt 
Sokrates das Kind, daß es ganz irre wird und 
hilflos und doch immer weiter möchte an der 
großen Hand. 
Süchtig geworden nach Wissen.  
„Hier warf ich Hippothales heimlich einen Blick 
zu," schildert Sokrates später die Szene.  bei: 
nahe hätte ich mich versprochen und ausgerufen: 
,So, mein lieber Hippothales, mußt du mit dem 
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