Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Im Palast des Minos
Person:
Sir Galahad
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3042170
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3043666
KAPITEL V 
Erst schwindet alle Erfindung  die "Impulse, 
neue Form zu geben, Verwesen"  die alten Vor. 
bilder werden kopiert und wieder kopiert; erst 
genau, dann immer gleichgültiger, nachlässiger, ohne 
innere Anteilnahme. 
Der Export in Keramik hält an. Gewinnt sogar 
an Ausdehnungl In Torcello bei Venedig, in 
Spanien selbst finden sich Gefäße dieser letzten 
Zeit nach dem Fall. 
Neue Völkerströme kommen vom Norden. Unter 
ihrem Druck scheint ein Teil des alten minoischen 
Stammes auszuwandern, flieht an die ägyptische 
Küste, wird zurückgeworfen, flüchtet endlich in 
alte Kolonien an die Küste Palästinas, herrscht dort, 
wie die Normannen über Sizilien herrschten. 
Als die Männer von Kaphtor - Keftiu  spielen 
sie in die biblische Tradition hinein. Es sind die 
Philister, die mächtigen Gegner der jungen hebrä: 
ischen Stämme. 
Auch degeneriert und verfallen, dürften sie an 
Kunst, und besonders an architektonischem Kön: 
nen, den Hebräern noch immer überlegen ge; 
wesen sein,  vielleicht die Anlage des Salomo- 
nischen Tempels beeinflußt haben. Der quadra: 
tische Grundriß, die Höfe, die Gruppierung der 
Räume zeigt eine gewisse Verwandtschaft mit Knos: 
sos und Phaestos. 
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