Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Auswahl aus meinen Büchern
Person:
Altenberg, Peter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3037502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3038960
Sie drückt sich an mich an. 
 sage ich stark, „du bist gut und brav, brav 
bist du .   i" 
Das war die heilige Beichte. 
Ich habe es ihr abgenommen  Der Herr und 
Magdalena . . . ! 
Glaube ist fast schon Sein! Wenn ich 
an dich glaube, bist du! 
Wie sie sich an mich andrückt  
"Ich glaube, daß du gut und brav bist, Iohanna . . . l" 
Der Wind weht übers Feld und ich führe sie gen 
Morgen!" 
So träumte der Träumer  
Mein lieber Leser, du denkst gewiß, den nächsten 
Tag käme in die Zeitung so eine desavouierende Notiz, 
eine, die dich umstimmte, aus allen Himmeln risse, so 
ein feiner Schriftstellertrick, das Heraustreiben von 
Gegensätzen, um paff zu machen, wie: „Die Affäre 
hat sich ziemlich unpoetisch gelöst, das ungeratene 
Kind. . . " Oder: „Die Betreffende wurde einerZwangs- 
korrektionsanstalt  Oder: "Jung verdorben  
Nein, dasLeben ist taktlos, übersieht die feinen Pointen. 
Johanna H. blieb verschollen. 
DerWirbel des Großstadtmeeres hat sie verschluckt. . . 
Immerhin wurde sie in ihrem kurzen Leben geliebt 
wie wenige! Denn nur von wenigen erfahren wir nichts 
Störenderes für unsere „holde Phantasie", als daß sie 
fünfzehn Jahre waren, goldblonde Haare, braune Augen 
hatten und verschollen sind, weg, verschwunden . . . I!
        

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