Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Auswahl aus meinen Büchern
Person:
Altenberg, Peter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3037502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3038780
Alle saßen schweigend. 
„Rosie, sei nicht ungezogen. Du wirst Herrn Peter 
zu schwer werden. Überhaupt gehe schlafen. Ich 
glaube, es war ein schöner Tag für dich." 
„W0 Warst du heute?!" fragte Herr Peter. 
„Ich war in einem Theater!" 
„Wo warst du ? l" sagte er, denn er wollte es hundert- 
tansendmal hören. 
„In einem Theater war ich!" 
„Gute Nacht, mein süßes Leben," sagte der Krebs- 
rote mit den weißen Haaren und war ganz weg. 
Rosie zog sich bei offenen Türen aus, stand splitter- 
nackt, zog das Nachthemd an, legte sich in ihr Bettchen, 
schlief gleich ein. Alle saßen schweigend. Die Arme 
der jungen Frau hingen herab wie welk. 
Peter A. fühlte: "Leben, ich verneige mich vor dir! 
Zwei Augen, zwei Ohren besitze ich, ich Kaiser!" 
Der alte Herr saß krebsrot da. Er sagte: „Nein, Wer 
heute dieses Kind nicht gesehen hat    
Die Dame fühlte: „Feindseliger meines Lebens, 
Edgar! Mit dir hätte ich Rosita zeugen sollen! Mit 
dir, verstehst du mich?! Gerade mit dir!" 
Sie sagte: „Was würde aus Rosita bei euch beiden 
werden?! Gut, daß _wir bald abreisen. Diese Ver- 
änderungen. Von einer Hand in die andere. Für Kin- 
der ist es nichts. Sie debauchieren." 
Die beiden Herren waren verlegen wie Schulknaben. 
Herr Peter blickte die junge Frau an: „Friede1ose! 
Woran gehst du vorüber?! Immer strenge und ge- 
messen. Nie eine Kapriole." Dann nahm er den 
58
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.