Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Auswahl aus meinen Büchern
Person:
Altenberg, Peter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3037502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3038769
„Wer macht es denn immer  sagte die Dame- 
„Der da!" sagte Rosita und zeigte auf den alten Herrn- 
„Liebe, Süße, Zarteste    sagte Herr Peter 
und drückte sie sanft an sich. 
"Hast du schon dem Großpapa gedankt?!" fragte 
die Dame gereizt, „gewiß nicht!?" 
 ich habe    Nein, ich habe noch nicht." 
Herr Peter küßte ihre seidenen Haare. Er fühlte: 
"Wem braucht sie zu danken?! Wir müssen ihre Händ- 
chen mit Küssen bedecken, weil sie uns gibt und gibt 
und gibt. Ganz krebsrot ist der alte Herr vor Ge- 
schenken und ich selbst bin warm in meinem Herzen." 
Der alte Herr fühltef „Sich bedanken?! O Gott." 
„Gehe hin, bedanke dich," sagte die Dame, welche 
vom Feinde ihres Lebens besessen war wie vom Teufel 
und zu keiner Raison kommen konnte. „Eine Jugend- 
liebe" nennen es die Unbeteiligten, „Etwas von damals. 
Aber den Beteiligten frißt es sich hinein wie ein Borken- 
käfer, gräbt Gänge in das Mark, unterminiert, bringt 
innerlich zu Falle. Frei ist man keinesfalls. Bedrängt 
von sich selbst!" 
„Bedanke dich, nun, wird  
Diese Worte „bedanke dich, bedanke dich, bedanke 
dich  -  waren wie Schüsse in den Frieden. 
Hole der Teufel das „bedanke dich". Wie ein Ge- 
spenst stellt es sich auf. Gar keinen Inhalt hat es. 
Knöchern. Immer diese Lüge „bedanke dich". Alle 
bringt es in Verlegenheit. 
„Kusch!" sagte Herr Peter innerlich, „so halte doch 
dein Maul!" 
rÄ
        

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