Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Auswahl aus meinen Büchern
Person:
Altenberg, Peter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3037502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3038751
ihrem Schoße herab. Dann schnitt sie das Fleisch für 
Rosita in kleine Stücke. "Willst du Erdäpfelsalat oder 
grüne Erbsen?!" 
"Zuerst Salat    
"Hat sie nicht hinaus wollen?!" fragte die Dame. 
"Nein," erwiderte der alte Herr, „wir haben alles 
früher besorgt." 
Die Dame saß da, die Arme hingen gleichsam welk 
herab. Sie dachte: „Ich habe ihn heute nachmittags 
wiedergesehen, den Feind meines Lebens, Edgar! Oh 
welcher Feind ist es. So muß Absinth wirken. Er 
zerstört mein Nervensystem. Wie eine fixe Idee der 
Seele ist es. Ein Symritom von Zerrüttungen. Statt 
frei zu sein,- gebunden! Das ist es. An mein Leben 
schleicht er heran und knebelt es. Ich hätte mitgehen 
sollen mit meinem Kinde    
Der Großvater saß da, krebsrot: "Wer Rosie heute 
nicht gesehen hat    Schön dumm bist du, 
Hanny. Immer Besorgungen, Wege    
Der alte Herr war ganz voll von Liebe, angetrunken 
mit Liebe, welche ihm ]ugend gab und namenloses 
Glück, Vergessen. Wie einer war er, der Laute schlägt 
vor der schönen wundervollen Welt, in welcher viele 
krause Schicksale sind, die sich entwirren können bei 
einem Frühlingshauche. Er fühlte: "Meine Tochter 
ist mäßig verheiratet, immer präokkupiert, bedenklich 
in allem. Was macht es?! Rosita kam auf die Weltll" 
Rosie saß auf Herrn Peters Schoße. Er küßte sanft 
ihre goldenen Haare. 
"Eljen!" rief sie und trank ihm zu.
        

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