Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der neue Standpunkt
Person:
Däubler, Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3033395
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3034125
Ailsdrücklichkeiten für Weiß. Denn das Weiß 
kann Licht sein: das Weiß! Das Weiß soll durch 
farbige Wimpel zum Wehen gebracht werden: 
das Weiß wird Wind. Unglaublich, wie rasch die 
neue Technik das alles erreicht hat! Der Neo- 
Impressionismus steht bereits gereift vor uns. 
Auf die wissenschaftlichen Arbeiten Chevreuls 
und Boods gegründet, bedient sich der Neo- 
Impressionist der chromatischen Scheibe, mit 
der er in der Farbe nicht mehr fehl gehn kann. 
Er erkennt die sich ergänzenden ebenso wie die 
sich anschließen den Farben durch eine einfache 
Drehvorrichtung und stellt seine reinen Farben- 
tüpfelchen oder ungemischten Rechteckchen bei- 
nahe mechanich wie Mosaikarbeit nebeneinander. 
Im Auge des Besehers vollzieht sich dann Mi- 
schung, wo sie bezweckt ist: Venedig, durch 
Mosaik erobert! Allerdings hat dieses moderne 
Mosaik mehr mit Alexandria und dem alten Rom 
als mit der Markuskirche gemein oder gar mit 
dem venezianischen Glasmosaik oder der Floren- 
tiner Steineinlegearbeit. 
Edmund Croß: unbeschreibliches Vegetations- 
ivnchten, große blauviolette Schattenergüsse, 
gelborangene Dämmerregionen, üppige Blaube- 
laubungen der weißen Fläche. Licht in allen 
Wallungen, Wandlungen von lauter Schatten-
        

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