Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der neue Standpunkt
Person:
Däubler, Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3033395
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3035008
sind schön, jedoch nicht glücklich. Ihre Verkör- 
perung geschah vielleicht aus Schreck vor ihrer 
unabwendbaren Zukunft in den Sternen. Am 
Anfang steht die Angst. 
Bei den Tieren. Beim Menschen ists der Beschluß. 
Darum steht der Mensch aufrecht, und die Sterne 
sind bereits seine Krone: vielleicht erreicht nur 
er sein Ziel. Vorläufig trägt er es noch in sich 
über Kriege, Gebirge und Meere. 
Das alles wittert der Lyriker Marc. Und noch 
viel mehr weiß er uns zu erzählen. Aber gerade 
weil die Tiere ein Abgrund sind, weil ihr Wesen 
in Frage steht, liebt er sie. Er will sie streicheln: 
Marc glaubt nicht an ihr Verkümmertsein. Es 
bleibt sehr bezeichnend, daß er ein wunder- 
schönes Bild "Tierschicksal" genannt hat. 
"Affenfries" heißt eine andere Schöpfung von 
Marc. Die Gleichartigkeit der Bewegungen beim 
AiTen, sein unaufhörliches Emporklettern, sein 
unausgesetzt mit der Hand Herabsteigen, das tra- 
gische Einerlei der baurnbewohnenden Beweg- 
lichkeiten: AiTe, veranlaßte Marc, seinen Fries 
zusammenzukegeln. Der Affenrhythmik ent- 
sprechend, wurde da jedes Blatt, jeder Zweig 
ein plastischer Ausdruck von Gelenkigkeiten. 
So kommt man durch den modernen Stil auf 
Abstraktionen. 
1mm
        

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