Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der neue Standpunkt
Person:
Däubler, Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3033395
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3034985
MARC 
UNSBE ZEIT HAT EIN GROSSES VORHABEN: 
einen neuen Ausbruch der Seele! Das Ich schafft 
sich die Welt. Der Bedingtheit gilt der Kampf. 
Die Widerstände sind belanglos. 
Franz Marc ist vorangeritten, um seine Farben- 
flagge zu hissen. Er selbst war der "blaue Reiter"; 
das R013, das er ritt, hatte eine blaue Seele wie 
er. S0 trug er seine Fahne über blaue Gletscher, 
über blau beblümte Wiesen, durch das weiße 
Wolkenvolk hindurch, ins Blitzblaue. Plötzlich 
stand er still: blau wagte ihm das Meer ent- 
gegen. Dort pflanzte er seine Standarte in 
den weichen Sand; denn Franz Marc War ein 
Fähnrich! 
Wir brauchen keine Ereignisse, um sie zu illu- 
strieren, wir haben unsern Ahnenkult im Blut; 
jede gut getroffene Farbe ist ein Sieg über das 
Chaos. Jeder Buntblitz eine Warnung an den 
Philister, er solle sich nicht in seiner Welt allzu 
weich einbetten. Weg mit allen Daunen und 
Kissen der Bequemlichkeit: sie sollen davontlie- 
gen,Wolken werden, Blitze mitführen, Gewitter 
entladen! In uns ist der Hagel, das Wettern, der 
Donner. Rot soll eine Wolke über Mittagswiesen 
dahinkollern. Rot, als obs Abend würde, denn 
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