Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ursprung des Zunftwesens und die älteren Handwerkerverbände des Mittelalters
Person:
Eberstadt, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3029058
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3031182
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Zweiter Abschnitt. 
beiten nötige Holz zu reichen hat. Das Stadtrecht unterscheidet 
die Gesamtheit der Becherer, die hier nur insoweit in Betracht kom- 
men, als ihnen allgemeine hofrechtliche Verpflichtungen obliegen, 
und die eigenen Becherer des Bischofs, die im Dienste des bischöf- 
lichen Hofhalts für dessen täglichen Bedarf arbeiten. 
1. Beliqua omnia [octo inter sutores] de sumptibus et expensis episcopi facient; 
Art. 108 und 109. 2. Becherarii omnes becharios quoscunque necessarios habuerit 
episcopus vel in curia sua vel imperatolis cum eum adierit vel proficiscens ad 
curiam imperatoris de sumptibus et expensis ipsius facient. magister autem 
cupariorum dabit materiam lignorum. preterea cotidie dabit ligna becherariis 
episcopi. A. a. O. Art. 112.  Zu dem Art. 112, der bisher als schwer erklärbar 
galt, meint Dr. T h i m m e , ein Schüler v. B e 1 o W s , daß ich die Bedeutung 
der strittigen Stelle "richtig erraten" habe (Kammeramt S. 6). Ob diese Kenn- 
zeichnung auf meine Arbeitsweise zutrifft, darf ich der Entscheidung des Lesers 
überlassen.  
Die Böttcher haben alle Böttcherarbeit zu den bekannten Be- 
dingungen herzustellen und zwar für den Hofhalt, für die Küche, für 
die Bäder, für das Schenkenamt und für die Hoffahrt des Bischofs, 
sowie für die Beherbergung des Kaisers und der Kaiserin, wenn diese 
nach Straßburg kommen, wobei der Amtsmagister der Böttcher das 
nötige Holz, der Kellermeister des Bischofs die Reifen und Bänder 
zu stellen hat. Ferner haben die Böttcher alle Fässer im bischöflichen 
Hofhalt zu binden. Die Schenkwirte haben jeden Montag unter- 
geordnete Reinigungsarbeiten zu verrichten. Auch gibt ihr Magister 
einen Solidus zum Ankauf von Brot für die Erntearbeiter des Bischofs. 
Der Magister der Müller gibt denselben Betrag zu dem gleichen Zweck. 
Die Müller haben ferner zu den Kahnfahrten des Bischofs einen 
Ruderer zu stellen, während die Fischer hierzu zwei Mann stellen. 
Die Fischer sind ferner verpflichtet, im Dienste des Bischofs zwischen 
Mariä Geburt und Michaeli drei Tage und drei Nächte mit ihrem 
Gerät zu fischen. 
Cuparii data materia lignorum a magistro suo et circulis ligaminibusque 
datis a cellerario episcopi facient omnia quecunque neqessaria habuerit episcopus 
domi existens vel imperator vel imperatrix cum presentes fuerint ad halnen sun 
et preterea ad coquinam et ad opus pincernarum. similiter et cum Vadit ad curianx 
eadem omnia prebebunt cum sumptibus et expensis episcopi. Preterea omnia 
vasa vinaria parva et magna episcopi ligabunt cum sumptibus et expensis ejus. 
Art. 113.  Cauponum jus est singulis diebus lune purgare necessarium episcopi 
et granarium si habere voluerit. Art. 114.  Dabit magister molendinariorum 
unum solidum et magister cauponum unum ad emendum panem in messibus. 
Art. 98. S. weiter Art. 115, 116 und 117.
        

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