Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Lackier- und Dekorier-Technik für Metallindustrie, Kunstgewerbe und Handwerk
Person:
Zimmer, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3025828
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3026849
Allgemeines aus der Praxis des Lackierens 
  mit feinen Industrielacken. 
Einleitung, Die Verwendungsinög'ichkeiten von 'Spirituslacken 
sind von jeher in Form von Polituren, Beizen, Appreturen, Lederlacken 
usw. ganz bedeutende gewesen. ln den letzten drei Jahrzehnten haben 
die Zaponlacke den sogenannten "geistigen" (weingeistigen) Lacken auf 
gewissen Gebieten, vor allem in der Metallwarenbranche und im Kunst- 
gewerbe, sowie ganz allgemein da, wo es sich um die äußere Veredlung 
kunstgewerblicher Gegenstände handelt, mit Erfolg eine nicht unbe- 
deutende Konkurrenz gemacht. Die Frage, wo ein Spiritus- oder ein 
Zaponlack angewendet werden soll, kann naturgemäß nicht allgemein, 
sondern nur von Fall zu Fall beantwortet werden. Es gibt kaum einen 
Betrieb," der nicht in einem seiner Zweige gezwungen wäre, die eine 
oder andere dieser beiden Lacksorten zu verwenden. Sowohl von 
Spirituslacken als auch von Zaponlacken braucht die optische und die 
Beleuchtungsindustrie bedeutende Mengen. 
Während die Herstellung von Möbelpolituren, Faßglasuren und 
ähnlichen Spirituslacken eine alte, lange geübte Kunst ist, ist die 
Fabrikation und Verwendungsweise von Zaponlacken kaum älter als 
drei Jahrzehnte. Die Herstellung gut gearbeiteter lndustrieartikel und 
feiner Metallwaren hat in diesem Zeitraum einen ganz bedeutenden 
Aufschwung genommen. Einen unmittelbaren Zusammenhang mit dieser 
Industrie hat die Fabrikation feiner Dekorations- und Schutzlacke. 
Hierfür kommen aber nicht nur alle Metalle in Betracht, sondern 
sämtlich e Materialien, die im modernen Kunstgewerbe überhaupt 
eine Rolle spielen wie: Celluloid, Glas, Porzellan, Holz, Papier, Kunst- 
massen (Galalith, Bakelite), Leder, Lederimitationen, Gewebe, Tapeten, 
Ton u. a. m. 
_]e mehr die Metallwarentechnik und das moderne Kunstgewerbe 
versuchten, ihre Produkte zu verschönen und dem Auge gefälliger zu 
machen, in demselben Maße wuchs naturgemäß der Wunsch, diese Er- 
zeugnisse, die hauptsächlich zur Innendekoration dienen, vor äußeren
        

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