Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Lackier- und Dekorier-Technik für Metallindustrie, Kunstgewerbe und Handwerk
Person:
Zimmer, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3025828
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3028003
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Die Vorbrenne besteht aus Salpetersäure (36-400), der man für 10 Liter 
50 g Salzsäure und {im Liter in Salpetersäure aufgelösten Glanzruß 
hinzusetzt. 3._ G l a n z b r e n n e. Die Glanzhrenne hat folgende Zu 
sammensetzung: 3 Liter Salpeter- und 5 Liter Schwefelsäure, 30750 g 
Kochsalz und {im liter in Salpetersäure aufgelösten Glanzruß. Die 
verschiedenen Arten von Brenne werden, da bei ihrer Herstellung starke 
Dämpfe entwickelt werden, mit der bekannten Vorsicht angesetzt. Der 
eigentliche Arbeitsgang ist folgender: Nachdem die Stücke die Beize 
passiert haben und mit Wasser gut gespült sind, kommen sie in die Vor- 
brenne, worin sie bewegt werden; dann wird mit Wasser gespült und 
sofort Glanz gebrannt. Nach abermaligem Spülen mit Wasser wird 
in bekannter Weise getrocknet. Weiße Flecken entstehen durch nicht 
genügendes Verbrennen oder durch anhaftende Fetteilchen. 
Lackieren 
und 
Beizen 
des 
Kupfers. 
Eigenschaften und Verwendungsarten. Geräte 
und Waffen sind schon vor der Bronzezeit aus Kupfer hergestellt worden. 
Seinen Namen verdankt das Metall der lnsel Cypern, dem Hauptfundort 
dieses Metalls im Altertum. Es ist das einzige Metall von roter Farbe, 
besitzt trotz großer Härte eine bedeutende Dehnbarkeit und läßt sich zu 
äußerst dünnen Blechen und Drähten verarbeiten. Unmittelbar vor seinem 
Schmelzpunkt wird es so spröde, daß man es pulvern kann; bei heller 
Rotglut ist Kupfer schweißbar. Es ist gut gießbar, steigt beim Gießen 
und zeigt darauf in gewalztem Zustande poröse undichte Stellen. die 
auf die Aufnahme von Gasen zurückzuführen sind, die beim neuen 
Schmelzen entweichen.  
In einem vor dem amerikanischen „lnstitute of Metals" ge- 
haltenen Vortrage wurde festgestellt, daß es gelungen ist, ein Guß- 
kupfer von hoher elektrischer Leitungsfähigkeit zu 
erzeugen, das mechanisch vollkommen fehlerfrei ist. Die größten 
Schwierigkeiten beim Gießen von Kupfer entstehen durch Sauerstoff, 
Stickstoff und sauerstoffhaltige Gase; erst durch Anwendung des Bors, 
das eine hohe Verwandtschaft für Gase, aber nicht die geringste für 
Kupfer zeigt, ist die Beseitigung dieser Schwierigkeiten ermöglicht 
worden. Auf zahlreichen elektrischen Anwendungsgebieten soll das 
Gußkupfer, das bisher ausschließlich angewendete Schmiedekupfer mit 
großer Schnelligkeit verdrängt haben. 
Beim Erhitzen des Kupfers bis zur Rotglut überzieht es sich mit 
Kupferoxydul-Oxyd, dem sogenannten „Glü h s p an". An feuchter 
Luft bedeckt es sich mit basisch kohlensaurem Kupfer, "Grün- 
span" (vgl. dort); während es an trockener Luft bei gewöhnlicher 
Temperatur ziemlich beständig ist. Festigkeit, Geschmeidigkeit und 
elektrisches Leitungsvermögen des Kupfers werden durch fremde Bei- 
mengungen wesentlich beeinflußt; so ruft ein geringer Zusatz von Wis- 
mut K a l t  oder R o t b r u ch hervor, wirkt also schädlich, wenn
        

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