Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Lackier- und Dekorier-Technik für Metallindustrie, Kunstgewerbe und Handwerk
Person:
Zimmer, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3025828
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3027256
sich eine Wärmequelle bildend, ohne jede Nachfüllung. Sie ragen mit dem 
kurzen Ende in den Feuerraum und geben mit ihren langen, in den Heiz- 
raum ragenden Enden die Wärme an den letzteren gleichmäßig ab. 
Die Feuerung kann durch stückförmiges oder auch flüssiges Brennmaterial 
bzw. Gas, das durch entsprechende Brenner eingeführt wird, erfolgen. 
Die Regelung der Temperatur kann also bei Anwendung dieser Einzel- 
rohrheizung nur durch entsprechende Bedienung und Regelung der 
Feuerung erfolgen.  
Diese Oefen werden vorzugsweise in B l e c h d r u c k e r e i e n 
ganz besonders fü r G o l d d r u c k verwendet. Die Feuerung 
wird in diesem Falle hintenliegend angeordnet. Es müßten dann 
in diesem Falle, wenn mehrere Abteilungen erforderlich sind, ent- 
sprechend mehrere Oefen nebeneinander gebaut werden. Demnach ist 
jedes Ofenabteil, je nachdem die Feuerung bedient wird, höher oder 
niedriger in der Temperatur zu halten. lm Gegensatz der vorbeschriebenen 
Anlage können auch Oefen mit Einzelrohrheizung mit mehreren neben- 
einander liegenden Kammern gebaut werden. In solchem Falle dient 
dann die Feuerung seitlich. Diese Anlage kann in den einzelnen Kammern 
nicht besonders geregelt werden, vielmehr werden dann die Kammern 
unter sich in der Wärme immer gleichmäßig zu- oder abnehmen, je nachdem 
die Feuerung bedient wird. 
An Stelle der Einzelrohrheizung kann für Oefen auch die sogenannte 
Umlaufheißwasserheizung angewendet werden. Hierzu ist notwendig, 
daß die Feuerung in entsprechender Tiefe unterhalb der Heizkammer 
gelegt wird und die Rohrleitung wird dann als Schlange ausgebildet. 
In der Feuerung liegt eine entsprechend geformte Schlange, die von der 
Feuerung aus die Wärme aufnimmt. Durch den natürlichen Auftrieb 
steigt dann das erwärmte Wasser nach oben in die in der Heizkammer 
eingebaute Flachschlange und gibt dort die Wärme ab. Das allmählich 
erkaltende Wasser sinkt wieder nach unten zu in die Feuerschlange und 
der Kreislauf wiederholt sich fortgesetzt. Die Druckregelung in den Rohr- 
schlangen besorgt ein sinnreich eingebauter Flaschenapparat. Diese Art 
Beheizung wird je nach den Bedürfnissen und Möglichkeit des Einbaues 
angewendet; es richtet sich auch je nach den Bedürfnissen des Betriebes, 
ob vorzugsweise Einzelrohr- oder Umlaufheizung gebaut werden soll. 
Sogenannte K a m m e r ö f e n , wie sie vorher beschrieben sind, werden 
nach Bedarf mit seitlichen Winkeleisenauflagen für etwa einzubringende 
Trockenhorden ausgerüstet, oder es werden auch Schienengeleise zum 
Einfahren von besonders konstruierten Hordenwagen vorgesehen. 
Für Massenartikel können auch mechanisch betriebene Oefen verwendet 
werden. Es kommt in Frage die Trocknung von Schirmgestellteilen, 
ferner auch bedruckter oder lackierter Tafeln für die Blechdosen-, 
Plakat- o. dgl_ Fabrikation. _]e nachdem das eine oder andere angewendet 
wird, muß auch die Ofenkonstruktion vorgesehen werden. Es kommen hier- 
bei einfache Oefen, bei welchen die Ketten, auf welchen die entsprechend 
geformten Horden oder Einleger gebaut sind, derart in Frage, daß sie
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.