Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Hausgarten
Person:
Encke, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3023789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3024314
BÄUME 
UND 
STRÄUCHER 
ALS 
PLASTISCHE 
MASSEN 
35 
Die Gehölzzusammenstellungen können sowohl geometrisch 
regelmäßige Formen haben, wie Haine, Alleen, Hecken, als 
auch unregelmäßige Gruppen von natürlich erscheinendem Wachs- 
tum sein. Die Hauptsache bei ihrer Bewertung für die künst- 
lerische Gestaltung ist nicht die Form der einzelnen Masse oder 
Gruppe, sondern ihr Zusammenwirken als bald einander bei- 
geordnete, 
bald 
einander 
untergeordnete 
Teile 
des 
Gesamt- 
auf baues, 
der 
Gesamtgruppierung. 
Diese 
soll 
wohl 
einheitlich 
erscheinen, aber es soll kein langweiliges Einerlei, sondern wohl- 
tuender Wechsel der Formen, gewissermaßen Bewegung der 
Massen erzielt werden. 
Dadurch, daß die plastischen Gehölzkörper Schatten Werfen 
und verschieden hell beleuchtete Flächen haben, und dadurch, 
daß das Licht durch das Laubdach von Bäumen und Gebüsch 
nur gedämpft einfallen kann, ist ferner ein Wechsel von 
beleuchteten und dunkleren Flächen, sagen wir, von Licht 
Schatten möglich. 
hell 
und 
Der Maler gibt dem Vordergrund eines Landschaftsbildes 
eine andere Beleuchtung als dem Mittel- und Hintergrund; er 
läßt den ersteren manchmal beschattet sein und in den anderen 
die Sonne scheinen; er verstärkt im Vordergrund die warmen 
Töne, um den Mittelgrund in die Ferne zu rücken, zu vertiefen. 
Will man im Garten ähnlich wirken, so muß man zu dem 
Mittel verschieden beleuchteter Flächen greifen. Man denke 
sich eine Hainpfianzung, unter deren Laubdach ein angenehmes 
Dämmerlicht herrscht, als Vordergrund der Gartenszene, da- 
hinter in greller Beleuchtung, ohne jeden Schatten, ein Schmuck- 
Stück, eine Grasfläche, verziert mit Blumenbeeten in leuchten- 
den Farben und womöglich bereichert durch Fontänenanlagen 
und Statuenschmuck, so wird durch den Kontrast von hell
        

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