Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Hausgarten
Person:
Encke, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3023789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3025491
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VORGÄRTEN 
f.y.yAx nter Vorgärten versteht man die meist schmalen 
ll  i' Gartenstreifen zwischen den Häusern und der 
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5 E l Straße. Sie fallen mittelbar auch unter den Begriff 
Ex 'A' ä wHausgartengda sie mit demHauseimengsten Zu- 
llg4h sammenhange stehen. Sie verdanken ihr Dasein 
der Absicht, die gegenüberliegenden Häuserfronten möglichst 
weit auseinanderzurücken ohne übermäßi breite Fahrdämme 
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und Bürgersteige einrichten zu müssen. Die so entstehende 
breite Straße ist gesunder als eine schmale Straße ohne Vor- 
gärten, sie ist auch billiger herzustellen als eine gleichbreite 
Straße, welche nur in Fahrdamm und Bürgersteige eingeteilt ist. 
Das Einfügen von Pflanzengrün belebt und bereichert das 
Straßenbild, ein Umstand, der auch für die Alleepflanzung in 
den Straßen spricht. Neben diesen Vorzügen, welche die Vor- 
gärten der Allgemeinheit bieten, sind andere für die Anwohner 
wichtig. Lärm und Straßenstaub werden von den Häusern leich- 
ter ferngehalten, die Wohnungen, zumal der unteren Stockwerke, 
bekommen etwas Abgeschlossenes, indem sich geeignete Pflan- 
zung zwischen Straße und Haus schiebt, und indem es den 
Leuten auf der Straße unmöglich gemacht wird, bis dicht an 
das Haus heranzutreten. 
Die Vorgärten sind deshalb für Wohnstraßen erwünscht. In Ge- 
schäftstraßen sind sie dagegen unter Umständen unbequem. Der 
Geschäftsinhaber will, daß die Leute die Auslagen seiner Schau- 
fenster aus der Nähe betrachten können. Es ist ihm lieb, wenn die 
Vorübergehenden dicht an seinem Hause vorbeigeführt werden, 
da die Gelegenheit sie häufig zum Kaufe verführt. Sein Firmen-
        

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