Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Hausgarten
Person:
Encke, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3023789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3024116
DIE 
GRÖSSE 
DES 
GARTENS 
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vielfach so eingerichtet, daß sie mehr für die Vorübergehenden 
auf der Straße als für den Besitzer und seine Familie bestimmt 
zu sein scheinen. Ich Weiß wohl, daß man städtische Häuser 
nicht mit beliebig großen Gärten ausstatten kann, da die Par- 
zellierung eines Baublockes häufig der Tiefe des Gartens enge 
Grenzen ziehen muß. Aber in neu entstehenden Stadtvierteln 
würde der Bodenspekulant die Aufteilung der Grundstücke ändern 
müssen, wenn die Mehrzahl der Käufer größere Grundstücke 
bevorzugte. Vom Spekulanten kann man die Teilung in größere 
Parzellen nicht erwarten, da der Bodenwert sich erhöht, je mehr 
Parzellen er aus einem Grundstücke herausschneidet. Also auch 
im Sinne einer gesunden Bodenpolitik liegt die Schaffung größerer 
Gärten in Villenvierteln. Wenn der Garten erst wieder als Teil 
der Wohnung angesehen wird, in welchem man sich zu manchen 
Zeiten gerade so behaglich aufhalten kann als in den Räumen 
des Hauses, und wenn dann, was nicht ausbleiben kann, bei 
dem Hausbesitzer wieder Freude an seinem Garten und dessen 
PHanzeninhalt erwacht, wird 
wieder wachsen. 
die Nachfrage nach größeren Gärten 
Am günstigsten kommt die Größe des Gartens zur Geltung, 
wenn die nicht bebaute Fläche eines Baugrundstückesßusammen- 
liegt. Die Anordnung ist nur möglich bei geschlossener Bau- 
weise ohne Vorgärten. Sie gestaltet sich noch vorteilhafter, 
wenn innerhalb des Baublocks die hintere Baulinie vorgeschrieben 
wird; d. h. wenn die Häuser mit ihren Hinterfronten nicht über 
eine vorgeschriebene Linie hinausgehen dürfen, und Hinterhäuser 
ganz verboten sind. Die Abb. 4 zeigt einen Baublock dieser 
Art, welcher von der Aktiengesellschaft für Baubedarf in Köln 
angelegt ist. Da die Hinterfronten hübsch ausgestaltet und mit 
Balkonen versehen sind, und da die Errichtung massiver Ein-
        

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