Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Hausgarten
Person:
Encke, Fritz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3023789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3025411
XV 
ALDSCHLUCHT 
145 
Waldschlucht, die mit einer Holzbrücke überspannt ist. Hier 
ging früher eine gemauerte Rinne zu Tal, welche vor der Be- 
bauung dieses Geländes das Tageswasser der höher liegenden 
Teile in den See abführte. Durch Schaffung von Vorsprüngen 
und Einbuchtungen wurde sie zu einer malerischen Schlucht 
ausgebildet, wobei natürlich der vorhandene Baumwuchs nach 
Möglichkeit geschont wurde. Der Waldartige Bestand tritt bis 
an die steilen Ränder heran, die Schlucht stets in ein mildes 
Dämmerlicht hüllend. Den Boden bedecken alle möglichen 
schattenliebenden Kräuter. Im Frühjahr spießen hier Anemonen, 
Leberblümchen, Himmelschlüssel und Waldmeister. Später er- 
blühen Tausende von Maiblumen, deren Blätter im Vereine mit 
den vorgenannten Kräutern den Boden der Schlucht begrünen, 
bis im Herbste das goldige Laub der Birken und Ahorne und 
das braune Buchenlaub herniederfallt und den Waldblumen eine 
warme 
Winterdecke 
schafft. 
Um den zehn m hohen, steilen Abhang hinaufzugelangen, 
mußte der Weg im Zickzack geführt werden, wodurch eine 
Überbrückung der Schlucht ilotwendig wurde. Die Brücke hat 
eine Spannweite von 8m. Sie wurde aus Stämmen hergestellt, 
welche auf dem Grundstücke selbst gewonnen waren. Die Aus- 
nutzung der gegebenen Verhältnisse verhalf so zur Gestaltung 
einer malerischen Naturszene; denn der Blick von der Brücke 
aus läßt die Schlucht, von halber Höhe aus betrachtet, besonders 
wirkungsvoll erscheinen (Abb. 97). 
Jenseits der Brücke kann man in den Laubgang gelangen, der 
sich hier wie in der Abb. 91 dem Auge darbietet. Wir biegen 
aber nach rechts ab und kommen durch einen lichten Birken- 
Abhang vorbei, zu 
ausgegangen waren. 
hain (Abb. 98), am steilen 
Gartenteile, von welchem wir 
dem oberen 
Wir können 
Encke, 
Hausgarten
        

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