Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gartensozialismus
Person:
Koenig, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3012884
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3013893
Gleichmäßigkeit der üblichen alleenarügen Straßenpflanzung 
möglich wäre.  Ein Arbeiter-Gartenbauverein unter tat- 
kräftiger Förderung der Fabrikleitung soll den Arbeitern die 
Vorteile sachlicher Beratung und gemeinsamer Saatgut- 
einkäufe sichern und durch Ausstellungsveranstaltungen zu 
gartenbaulichen Kulturleistungen anspornen.  
In den seltensten Fällen wird es ja immer möglich sein, 
eine Arbeiterpark- und Siedlungsanlage in so enger Ver- 
bin-dung mit dem industriellen Betriebe zu errichten, in sehr 
viel öfteren Fällen wird man gezwungen sein, derartige Ein- 
richtungen in weiten Entfernungen von der Fabrik zu schaffen. 
Die lokalen Verhältnisse sowie die geldlichen Mittel 
werden einer jeden derartigen Gründung ihren besonderen 
Charakter prägen. Oft werden ja nur verhältnismäßig be- 
schränkte Flächen als Arbeitererholungsstätten zur Verfügung 
stehen, hier wird die Planung andere Lösungen zeigen 
müssen, aber auch ihnen wird gleich allen größeren Schöp- 
fungen der Leitgedanke eigen sein, eine praktische, allen 
Umfanges benutzbare Parkanlage zu schaffen. Parkanlagen 
mit gemusterten Beetilächen, schön geschwungenen, ab- 
gestochenen Rasenkanten und Rasenflächen, deren Betreten 
ein polizeiliches Strafmandat nach sich zieht, erfüllen diese 
Aufgabe nicht.  
Wenn die Ungunst der Verhältnisse weder die Anlage 
eines Arbeiterparkes, noch die von Arbeitersiedlungen ge- 
statten, sollte doch wenigstens eine Schrebergartenkolonie 
denjenigen Arbeitern, die in Erinnerung bäuerlicher Ahnen 
sich ihres Zusammenhanges mit der Scholle bewußt geblieben 
sind, in der Bereitstellung einiger Quadratmeter eigenen 
Land-es ein Stück Kindheitstraum zur Erfüllung gebracht 
werden. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.