Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Bücher über die Baukunst
Person:
Alberti, Leon Battista Theuer, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2976852
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2981932
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Säulen einen Pfeiler auf der Sicherheit halber. Dessen Breite 
nimmt entweder drei Säulendicken oder höchstens vier ein. 
Auch die Säulenstellungen selbst haben keineswegs jene Ge- 
drungenheit wie jene, welche man bei den Tempeln ausführt. 
Deshalb werden wir, besonders wenn wir die Säulenstellung 
mit geradem Gebälke verwenden, folgendermaßen vorgehen. 
Wird sie nämlich Korinthisch sein, nimmt man ihr von ihrer 
Dicke den zwölften Teil; wenn aber Jonisch den zehnten; wenn 
aber Dorisch den neunten Teil. In allen übrigen Stücken, den 
Kapitälen, dem Architrav, Fries und Kranzgesims und der- 
gleichen folgen sie den Tempeln". 
ÜBER DIE SÄULENSTELLUNGEN MIT GERADEM GE- 
BÄLK UND ÜBER DIE BOGENSTELLUNGEN. ÜBER DIE 
VERSCHIEDENEN SÄULEN UND GESIMSE DER BASI- 
LIKEN UND DEREN SITZ; FERNER ÜBER DIE HÖHE 
DER FENSTER UND DEREN BREITE, VERGITTERUNG, 
ÜBER DAS ZIMMERWERK, DIE TÜREN UND DEREN 
REGELN. 
15. KAPITEL. 
Säulen bei Bei Bogenstellungen müssen die Säulen viereckig sein. Denn 
 bei runden wird die Ausführung lügenhaft sein, deshalb, 
weil die Enden des Bogens nicht vollständig auf dem Kern der 
Säule aufsitzen, sondern, um was die Fläche des Quadrates 
über den eingeschriebenen Kreis hinausgeht, urn das hängen 
 sie in der Luft. Um dies zu vermeiden, setzten die erfahrenen 
Alten auf die Kapitäle der Säulen noch eine andere viereckige 
Platte, manchmal ein Viertel, manchmal ein Fünftel des 
Durchmessers ihrer Säule hoch. Nach dem Profil einer Welle 
erreichte die Breite dieses darüber gesetzten Viereckes die 
größte Ausdehnung des Kapitäls; oben war die Ausladung 
gleich der Höhe. Hiedurch erhielten die Seiten und Ecken des 
Bogens einen breiteren und festeren Sitzs".
        

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