Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Bücher über die Baukunst
Person:
Alberti, Leon Battista Theuer, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2976852
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2980852
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Venus bei Paphos soll es auf den Altar nicht regnen. In Troas 
sollen die um das Standbild der Minerva. zurückgelassenen 
Opfergaben nicht verderben. Wenn an dem Grabhügel des 
Anteus etwas einstürzt, soll es so lange regnen, bis das einge- 
stürzte Loch wieder zugefüllt ist. Man versichert aber auch, 
daß dies alles auch auf künstliche Weise geschehen könne. 
Schon längst sind die Trugbilder verblaßt, die den Astronomen, 
wie sie zugestehen, nicht unbekannt waren. Ich erinnere mich 
beim Verfasser der Lebensbeschreibung des Apollonius ge- 
lesen zu haben, daß die Magier an das Dach der Königsburg 
in Babylon vier goldene Vögel angebunden hätten, welche sie 
die Sprache der Götter nannten. Diese hätten die Kraft, den 
Sinn der Menge für die Liebe zum König zu gewinnen. Auch 
der glaubwürdige Autor Josephus bezeugt, daß er einmal einen 
gewissen Eleazar gesehen habe, der unter den Augen Ve- 
spasians und seiner Söhne einem Epileptiker einen Ring unter 
die Nase hielt und ihn dadurch sofort von der Krankheit be- 
freite. Er bestätigt auch, daß Salomo Lieder gedichtet habe, 
durch welche Krankheiten gelindert werden können. Eusebius 
aus Pamphylien berichtet, daß Serapis bei den Ägyptern, den 
wir Pluto nennen, symbolische Zeichen einführte, durch welche 
man die bösen Geister austreiben könnte; und er lehrte sie 
auch, wie man in der Maske wilder Tiere die Teufel verhöhnen 
kann. Servius berichtet, daß die Menschen sich durch bestimmte 
Weihen vor den Zufällen des Schicksals zu schützen pflegten, 
und daß sie nicht sterben konnten, bevor sie nicht dieser Weihe 
entbunden waren. Nach alledem glaube ich auch gerne, was ich 
bei Plutarch lese: Bei den Peneläern sei ein Götterbild gewesen, 
das, von der Hand des Priesters aus dem Tempel getragen, über- 
all, wohin es blickte, alles mit Schrecken und entsetzlicher Ver- 
wirrung erfüllte; kein Auge konnte es vor Furcht anblicken. 
Andere Ver- Dies alles habe ich der Kurzweil wegen berichtet. Alles 
 andere, das im allgemeinen zur Verschönerung des Grund- 
miliel [ur ein     
Grundstück stuckes gehört, wie der Umfang, die Begrenzung, die Er- 
höhung, die Ebnung, die Befestigung und dergleichen, dar-
        

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