Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Bücher über die Baukunst
Person:
Alberti, Leon Battista Theuer, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2976852
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2980634
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eingerichtete und verborgene Räume gibt, wo man sowohl 
die Ernte und die Früchte, als auch die Werkzeuge und schließ- 
lich das ganze Hausgerät aufbewahrt. Es wird kein Mangel 
sein an Räumen, wo man die Geräte für den Gottesdienst, die 
Toilettegeräte der Frauen und den Schmuck für die Festtage, 
wo man die Festtagsgewänder der Männer, wo man Schutz- 
und Trutzwaffen, wo man das Gerät für die Mahlzeiten und 
für die Aufnahme der Gastfreunde und alles aufbewahrt, was 
nur bei seltenen Anlässen in Verwendung kommt. Anderswo, 
was für den monatlichen, anderswo, was für den jährlichen, 
anderswo, was für den täglichen Bedarf nötig ist. Kann man 
in einzelnen Kammern nicht alles unterbringen, sorge man 
dafür, daß man es unter den Augen habe; um so mehr, je 
seltener man es braucht. Denn was man täglich sieht, das 
braucht wirklich weniger den Dieb zu fürchten. 
Bauten für Die Bauten der Minderbemittelten werden je nach ihren 
 Mitteln sich an der Pracht der wohlhabenden ein Beispiel 
mmeue nehmen, die sie nachahmen, jedoch unter der Einschränkung, 
daß sie nie den Gesichtspunkt der Nützlichkeit dem Vergnügen 
hintangesetzt wissen wollen. Also wird das Landhaus jener 
nicht viel weniger für Rind und Herde, als für die Gemahlin 
vorsorgen. Es will einen Taubenschlag, einen Fischteich und 
dergleichen des Ertrages und nicht des Vergnügens wegen. 
Dennoch wird es nicht derart für den Nutzen und den Ertrag 
vorsorgen, ohne daß es nicht vor allem der Gesundheit Rech- 
nung trägt. Wo ein Luftwechsel nötig ist, tu das im Winter, 
mahnt Celsus, denn wir sind gewöhnt, mit geringerer Gefahr 
im Winter ein ungesundes Klima zu ertragen als im Sommer. 
 Wir aber suchen das Landhaus hauptsächlich im Sommer 
auf. Man muß daher sorgen, daß es ganz besonders gesund sei. 
Der Kaufladen In der Stadt soll im Hause der Kaufladen prächtiger sein als 
das Empfangszimmer. Dies, glaubt man, trage besonders zur 
Erfüllung von Hoffnungen und Wünschen bei. Und er wird 
an einer Kreuzung die Ecke, auf dem Forum die Vorderseite 
einnehmen. Auf einer Militärstraße soll er schon von weitem
        

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