Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Bücher über die Baukunst
Person:
Alberti, Leon Battista Theuer, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2976852
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2980541
 
Süden liegen, ist nicht immer sehr anziehend, wenn sie weit 
entfernt sind, da sie auf der dem Beschauer zugewendeten 
Seite von Schatten bedeckt sind und auch der weiße Dunst 
dieser Himmelsrichtung sie verschwimmen läßt. Sind sie aber  
in größerer Nähe und dräuen sie gleichsam über unserem 
Haupte, so bringen sie sehr kalte Nächte voller Reif mit sich. 
Andererseits nehmen sie sich in der Nähe sehr schön aus und 
sind sehr angenehm, weil sie den Südwind abhalten. 
In nördlicher Richtung ein Berg in nächster Nähe wirft die 
Sonnenstrahlen zurück und vermehrt so den Dunst. Liegt er 
aber entfernt und weit weg, ist er sehr vorteilhaft. Denn die 
Reinheit der Luft, welche in dieser ewig heiteren Himmels- 
gegend herrscht, und der Glanz der Sonne, mit dem er über- 
gossen wird, macht ihn herrlich und wunderbar ansehnlich. 
Östlich in nächster Nähe gelegene Berge haben kühle Vor- 
mittagsstunden zur Folge, im Westen gelegene bringen Morgen- 
tau. Beide nehmen sich in mäßiger Entfernung äußerst 
prächtig aus. Desgleichen auch Flüsse und Seen; sie sind 
weder bequem, wenn sie allzu nah sind, noch angenehm, so- 
bald sie zu weit entfernt sind. Dagegen sendet das Meer aus 
einiger Entfernung unreine Dünste aus; aus nächster Nähe 
schadet es weniger, da die Luft gleichmäßiger bleibt. Aus der 
Ferne wird es überdies zur Annehmlichkeit beitragen, weil 
es unsere Sehnsucht nach sich wachruft. Dennoch ist es ein 
Unterschied, von welcher Seite es sich zeigt. Denn liegt das 
Meer gegen Süden offen, bringt es Hitze, gegen Osten Feuchtig- 
keit, gegen Westen Nebel, gegen Norden Kälte. 
Vom Schoße wird der Eingang in die Speisezimmer sein. Die Speise- 
Diese werden je nach Bedürfnis teils für den Sommer, teils "mm" 
für den Winter, teils  sozusagen  für die Zwischenzeit 
dienen. Für die Sommerspeisezimmer fordert man vor allem 
Wasser und das Grün der Gärten. Für die winterlichen 
Wärme und einen Ofen. In beiden wünscht man Geräumig- 
keit, Heiterkeit und Festlichkeit. Es gibt Anhaltspunkte, 
wodurch man sich leicht überzeugen kann, daß die Öfen bei 
ist
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.