Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Bücher über die Baukunst
Person:
Alberti, Leon Battista Theuer, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2976852
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2980419
 
Wächter zwischen den Zellen und dem Schutzwall ein. Hierauf 
folgt eine freie Fläche. Hüben und drüben werden sich Säulen- 
hallen anschließen, von denen man auf viele Zellen durch viele 
Öffnungen einen freien Ausblick hat. In diesen Zellen werden 
die Bankrottierer und jene, welche in Schulden geraten sind, 
nicht alle zusammen, sondern getrennt, gefangen gehalten. 
An der Stirnseite wird sich ein weniger geräumiges Gefängnis 
befinden, wo die leichterer Verbrechen Angeklagten unter- 
gebracht werden. In den allerletzten inneren Räumen werden 
die Kapitalverbrecher verwahrt werden. 
ÜBER DIE PRIVATHÄUSER UND DAS LANDHAUS, DEREN 
OBERSTE GRUNDSÄTZE, ORT UND LAGE. 
I4. KAPITEL. 
m, Privalhaus Ich komme zu den Privatgebäuden. Das Haus, sagte ich 
anderswo, sei eine kleine Stadt. Man wird daher bei dessen 
Erbauung gleicherweise fast alles das in Betracht ziehen 
müssen, was sich auf die Anlage einer Stadt bezieht. Es habe 
eine so günstige Lage, daß es vollkommen gesund sei, es biete 
alle Vorteile, welche zu einem friedlichen, ruhigen und hei- 
teren Leben gehören. Was dies alles seiner Natur nach, wie 
beschaffen und welcher Art es sein soll, habe ich in den vor- 
hergehenden Büchern, wie mir scheint, großenteils behandelt. 
Doch hier will ich von einem anderen Grundsatze ausgehend, 
den Gegenstand beleuchten. 
Daß das Privathaus der Familie wegen gebaut werden soll, 
steht fest, damit sich diese in demselben aufs Bequemste wohl 
fühle; doch wird dieser Ruhesitz keineswegs genügende Be- 
quemlichkeit bieten, wenn nicht unter demselben Dache sich 
alles vorfindet, was hiezu nötig ist. Groß ist die Zahl der 
Leute in der Familie und der Dinge, die man nicht gleicher- 
weise in der Stadt wie am Lande nach Gutdünken unterbringen 
kann. Was nämlich bei städtischen Bauten vorkommt, daß
        

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