Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zehn Bücher über die Baukunst
Person:
Alberti, Leon Battista Theuer, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2976852
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2979742
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die Nähe bringen kann. Hat man Wasser oder Fels gefunden, 
so wird jeder Versuch, Minen zu legen, vereitelt. Es ist bei 
den Kriegsleuten die Frage, ob es besser sei, den Graben mit 
Wasser angefüllt zu haben, oder ob man ihn trocken vorziehen 
solle. Denn sie meinen, man müsse auf die Gesundheit der 
Einwohner nicht zuletzt Rücksicht nehmen. Ferner billigen 
sie diesen auch deshalb, weil, wenn etwas durch den Anprall 
der Geschosse in denselben hineinstürzt, man es sofort weg- 
räumen und ihn bequem reinigen kann, damit nicht hierdurch 
infolge der Anschüttung dem Feinde ein Zutritt gelassen 
werde. 
ÜBER DIE STADTMAUERN, DIE VORWERKE, TÜRME 
UND TORE. 
4. KAPITEL. 
Doch ich kehre zu den Stadtmauern zurück. Über deren An- Ausführung der 
lage belehren uns die Alten folgendermaßen: Durch einen  
Zwischenraum von je 20 Fuß getrennt sollen zwei Mauern 
nach Innen aufgeführt werden. Hierauf soll die Erde, welche 
aus dem Graben gewonnen wurde, dazwischen geschüttet 
und mit Stößeln gestarnpft werden. Und es sollen diese Mauern 
so aufgemauert werden, daß man von der Ebene der Stadt 
ähnlich wie auf Stufen gleichsam auf einen sanften Hügel bis 
zum Vorwerk hinaufsteigen kann. Andereä sagen: Die aus 
dem Graben gewonnene Erde schütte zu einem Walle an am 
Umfang der Stadt. Und führe eine Mauer allein vom Bette 
des Grabens selbst auf, von solcher Dicke, daß sie der Last 
der darüber drängenden Erde kräftig Stand hält. Von dieser 
weg führ' eine andere gegen die Stadt gewendete höhere Mauer 
auf, welche von der ersteren in nicht zu geringer Entfernung 
absteht, sondern soweit als notwendig ist, daß hier eine Cohorte 
in Schlachtordnung Raum findet, unbehindert zu kämpfen. 
Ebenso füge von der äußeren zur inneren Mauer querstehende 
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