Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anleitung zur Herstellung von Bromölumdrucken nach der Abreibemethode
Person:
Minuth, Harry
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2969944
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2970184
Reibkante ganz plan ist, wird diese durch Schleifen auf einem 
Stück nicht zu grobem Glaspapier abgezogen und ihrlhierdurch die 
genügende Glätte verliehen. Das Schleifen wird derart gemacht, daß 
as Glaspapier auf einer ebenen Unterlage (z. B. die Druckunter- 
lage, siehe unten) gelegt wird, worauf dann das Holz mit leichtem 
Druck auf dem Glaspapier Vhin- und her-gezogen wird. Man 
schleife zuerst den weggeschnitzten Teil glatt, die Fläche AB 
(Abb. 2), hierauf die Langseite A C, und stumpfe oder runde dann 
die Reibkante A und die scharfen Ecken D durch leichtes gleich- 
mäßiges Ziehen auf dem Glaspapier ab, so daß sie eine plane 
glatte, doch nicht scharfe Kante bildet. Auf gleiche Weise wird 
hierauf der übrige Teil. des Holzes mit dem Glaspapier geglättet, 
worauf das Reibholz zum Gebrauch fertig ist.  
Die Druckunterlage. 
Als Druckunterlage, auf der das Drucken ausgeführt wird, 
bedarf man einer planen harten Fläche. Hierzu kann man ein 
gewöhnliches Zeichenbrett anwenden, doch da beim Drucken mit 
Wasser und feuchtem Papier gearbeitet wird und Holz durch 
Feuchtigkeit sich leicht verziehen könnte, ist es besser, als Unter-_ 
lage eine dicke Spiegelglasplatte zu benutzen, oder noch besser 
eine etwa l,5-2 mm dicke, plangewalzte Zinkplatte. Derartige 
Zinkplatten, diejzum Herstellen von Zinkklischees Anwendung 
finden, können in graphischen Fachgeschäften (Falz 8; Werner, 
Hoh 8c Hahne, Leipzig; Klimsch 8c 00., Frankfurt a. M.) oder auch 
von Reproduktionsanstalten bezogen werden. Die Größe dieser 
Zinkplatten wird der Größe der Bilder, die hergestellt werden 
sollen, entsprechen, und wird eine Platte in der Größe 50x32 cm 
in den meisten Fällen genügen. Eine gleiche Platte. doch etwas 
kleiner, kann auch als Palette für die Farben beim Einfärben der 
Oelbilder angewendet werden.  
Das Reibpapier. 
 Das Reiben mit dem Reibholz wird nicht direkt auf dem 
Druckpapier ausgeführt, sondern auf das lose daraufliegende Reib- 
papier. Damit das Reibholz beim Reiben auf dem Papier besser 
gleitet, muß dem Reibpapier durch Präparieren mit Paraffin eine 
gewisse Glätte verliehen werden. Man bedarf eines Stückes von 
19x24 cm. Wenn das Reibpapier lnicht fertig bezogen werden 
kann, kann man es sich leicht selbst herstellen durch Paraffinieren 
von nicht zu dünnem glatten Schreib- oder Postpapier. Zu diesem 
Zwecke erwärme man eine der oben erwähnten Zinkplatten (die 
Pi:
        

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