Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sportphotographie
Person:
Schirner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2969262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2969498
rechten Seite oben und unten drehbare Knöpfe aufweisen, achte 
man sorgfältig darauf, daß nicht bei der Auslösung durch den Hand- 
ballen eine Hemmung der Knöpfe eintritt. 
Von der Verwendung von Spiegelreflexkameras , 
die häufig als Sportkameras angepriesen werden, muß  Wenigstens 
für den hier behandelten Zweck  ganz entschieden abgeraten 
werden. Die Spiegelreflexkamera lähmt den Sportphotographen in 
seiner Bewegung, sie hindert ihn an der direkten Verfolgung der Vor- 
gänge vor der Kamera, ja,'sie bringt ihn unter Umständen in schwie- 
rige Lagen. Der Verfasser hat es selbst erlebt, daß bei einem Hockey- 
spiel (in dem die Szenen bekanntlich besonders schnell wechseln 
und mit einem kleinen steinharten Ball gespielt wird) einem Sport- 
photographen bei der Verfolgung der Spielvorgänge auf der Matt- 
scheibe die Kamera vollständig zertrümmert wurde. Die Spiegel- 
reflexkamera ist unmöglich verwendbar bei allen Sportarten, in 
denen die Bilder schnell wechseln; zur Not ist sie brauchbar bei 
Wassersportaufnahmen aus einiger Entfernung oder bei Gruppen- 
aufnahmen. Nach dem heutigen Stande der Dinge muß die unter 
dem Namen Nettel-Deckrullo-Kamera im Handel bekannte Kamera 
als das Ideal des Sportphotographen bezeichnet werden. Diese 
Kamera ist außerordentlich handlich, sie gestattet das schnelle Ab- 
lesen der ungefähren Geschwindigkeit, läßt durch einfachen Nieder- 
druck eines Knopfes die Freilegung der Mattscheibe zu, ohne die 
Geschwindigkeit des Verschlusses zu verändern und bietet schließ- 
lich in dem einfachen Rahmensucher eine Vorrichtung, die ein leichtes 
Verfolgen der Vorgänge ermöglicht. 
Die 
Optik. 
Das Objektiv ist das Auge der Kamera. In dieser Feststellung 
liegt schon begründet, daß man seiner Auswahl und Pflege größte 
Aufmerksamkeit Widmen muß. Für den Sportphotographen kommt 
nur die allerbeste und leistungsfähigste Optik in Frage. Seine Auf- 
gaben liegen auf anderem Gebiete als beim Porträtphotographen. 
Der Porträtphötograph liebt es, mit ganzer Öffnung zu arbeiten, 
ihm genügt die teilweise Schärfe, ja, er sucht seinen Bildern eine 
beabsichtigte, künstlerisch wirkende Unschärfe zu geben. Gerade 
das Gegenteil will der Sportphotograph. Für ihn gibt es kein Ob- 
jektiv, das ihn in bezug auf Tiefenschärfe befriedigen könnte. Seine
        

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