Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sportphotographie
Person:
Schirner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2969262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2969598
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da die Figuren der Akteure fast die ganze Platte ausfüllen und es 
leicht vorkommen kann, daß entweder die Köpfe oder die Füße 
abgeschnitten werden. 
c) Rugby. 
Für die vielen Liebhaberphotographen, die das Wesen dieser 
Sportart nicht kennen, sei vorangeschickt, daß Rugby ein Fuß- 
ballspiel ist, bei dem das Aufnehmen des (eiförmigen) Lederballes 
mit den Händen gestattet ist. Rugby unterscheidet sich jedoch- 
wesentlich im Aufbau der Spielregeln vom Fußball und soll deshalb 
auch hier besonders behandelt werden, zumal der des Sportes Un- 
kundige beim Anblick eines Rugby-Spieles schwer den Sinn der 
Handlung verstehen kann. Rugby ist ein Stellungsspiel. Beide 
Mannschaften, aus je I5 Spielern bestehend, versuchen den Ball 
an der Mallinie des Gegners niederzulegen, woran sie die Gegenpartei 
durch Halten mit den Händen zu hindern sucht. Interessante 
Kampfszenen ergeben sich aus dem „Gedränge" heraus, zu dem sich 
etwa I2 Spieler beider Parteien mit den Schultern zusammenstellen, 
um sich gegenseitig von dem Ball hinwegzudrängen. Ebenso inter- 
essant ist der Einwurf in die "Gasse", der geschlossene Angriff einer 
Dreiviertellinie oder das Markieren eines „Versuches" durch Nieder- 
legen des Balles an der Mallinie. Die Eigenart des Spieles zwingt 
den Photographen, ständig an der Außenseite des Spielfeldes in 
Bewegung zu bleiben und aufmerksam den Kampfhandlungen zu 
folgen. In den meisten Fällen wird es ihm gelingen, zahlreiche 
Spannende Momente hintereinander festzuhalten, da das Spiel sich 
sehr häufig auf einen kleinen Raum konzentriert. Zeigt eine der 
beiden Parteien eine besonders große Überlegenheit, so ist dem Photo- 
graphen die Aufstellung an der gegnerischen Mallinie zu empfehlen, 
um das Markieren von Versuchen im Bilde festzuhalten, das vom 
Rugbystandpunkte aus als die höchste sportliche Leistung ange- 
sehen wird. Objektiveinstellung ca. 12-45 m, mittlere Geschwin- 
digkeit.  
d) Hockey.  
Das Hockeyspiel ist dem Fußballspiel vergleichbar, aber schneller 
als dieses und trotzdem dankbarer für den Photographen. Der Vor- 
teil liegt hier in der Forderung der Spielregel, daß die angreifende 
Partei nur innerhalb eines Halbkreises von I3 m Radius vom Tore 
S c h i r n e "r , Sportphotographie. 2
        

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