Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Palimpsestphotographie (Photographie der radierten Schriften) in ihren wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Anwendungen
Person:
Kögel, P. R.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2965569
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2966501
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Die Nrn. 17 und 18 zeigen in II und III eine gleiche 
Ultraviolettreflexionsfähigkeit des Papiers, aber eine sehr ver- 
schiedene der Tinten. Die von 18 versinkt bereits in dem 
Plannm des Papiers, während die von 17 eine größere Ultra- 
violettreflexionsfähigkeit zeigt als das Papier selbst. 
In II zeigt ein Pfeil zwischen 8 und 9 auf schwache 
Umrisse einer Zahl 2. Die Zahl liegt unter einer mehrfach 
aufgetragenen schwarzen und roten Tinte. Es rnuß bemerkt 
werden, daß ein solches Ergebnis nur selten erhofft werden 
darf und nur auf ganz zufällige, außergewöhnliche Verschieden- 
heiten der Tinten beruhen kann. 
 Andere Ergebnisse der Abb. 39 sollen weiter nicht be- 
sprechen werden, da ein Autotypiedruck die Einzelheiten nicht 
deutlich genug wiederzugeben vermag. 
Abb. 40. Der Poststempel war nur mehr schwach zu er- 
kennen. Durch die Fluoreszenz des Bindemittels der Stempel- 
farbe, das stark diffundierte, trat diese selbst deutlich hervor. 
Abb. 41. Es war die Frage zu lösen, 0b der Brief vor 
oder nach Aufdruck des Ankunftstempels mit einem besonderen 
Klebemittel verschlossen worden war. Die hellfeuchtenden 
Flecken des Klebemittels treten stark hervor. Der Ankunfts- 
stempel liegt über dem Klebemittel. BB sindLinien eines 
Winkels," der mit dem Winkel des oberen Briefverschlusses 
kongruent ist, Es ist der Abdruck von Resten des nassen 
Klebemittels auf einem Löschblatt, das beim Zukleben des 
Briefes benutzt wurde. Der Buchstabe N liegt auch hier über 
dem Klebemittel. Also ein zweiter Beweis, daß der Stempel 
erst nach dem Zukleben aufgedruckt wurde und ein erneutes 
Zukleben nach dem Abstempeln nicht stattfand. Von juristischer 
Seite der Fall beurteilt, besagt er, daß ein Zukleben durch 
den Briefträger, der den Brief erst nach Aufdruck des An- 
kunftsstempels erhielt, nicht stattgefunden hat. 
Abb. 42 zeigt ein Beispiel der Qunsichtbaren Aufarbe- 
technik", der eine allgemeinere, prinzipielle Bedeutung zu- 
kommt. Weißes. ziemlich gut fluoreszierendes Briefpapier wurde
        

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