Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Arbeiten mit Filmen
Person:
Schmidt, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2963662
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2965440
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Das Trocknen von Filmen 
Gesamtanlage bestimmt wird. Die Entwicklung ist dabei meist 
mit drei Minuten, teilweise sogar mit weniger angesetzt, und 
das bedingt entweder einen konzentrierten Entwickler, der 
von der Filmindustrie aus guten Gründen abgelehnt wird, oder 
aber führt zu der gänzlichen Unmöglichkeit des Heraus- 
holens schwieriger Szenen. Bei gleicher Berechnungsweise 
könnte die Leistung der Werfak-Maschine mit demselben Recht 
auf beinahe das Dreifache, also 80004-9000 m Tagesileistung 
angegeben werden. Die Werfak, die als oberstes Prinzip die 
Güte der Kopie feststellt, verzichtet darauf, irgendwelche phan- 
tastische Zahlen zu nennen und legt ihren Berechnungen Werte 
zugrunde, die einen weitgehenden Spielraum in allen Einzel- 
phasen der Filmbehandlung mit einschließen. 
Das; 
Trocknen 
V01] 
Filmen. 
Tausend Meter nasser Kino-Film in abgeledertem Zustande, 
wie er auf die Trommeln gelangt, enthalten etwa. 2000 g Wasser 
mehr als der gleiche Film in lufttrockenem Zustande. Es sind 
mithin im Trockenraurn eines Kopierwerkes von 5000 m T ages- 
leistung rund 10 kg Wasser täglich zu verdampfen. 
Zur Aufnahme dieser Wassermenge ist eine recht beträcht- 
liche Zahl von Raummetem Luft erforderlich, wie sich aus 
nachstehender Ueberlegung ergibt: 
Im Sommer beträgt die relative Luftfeuchtigkeit im Mittel 
70 vom Hundert. Bei sommerlichen Temperaturen ist also 
die Luft imstande, bis zur völligen Sättigung noch 30 vom 
Hundert ihrer Sättigungsmenge an Wasser aufzunehmen. Da 
wir aber schnell trocknen müssen, so ist es ausgeschlossen, 
daß wir trocknen, bis die Abluft 100 vom Hundert Feuchtig- 
keit zeigt; wir dürfen höchstens bis 80 vom Hundert gehem. 
Es stehen uns also im Sommer zum Trocknen bestenfalls 
nur 10 vom Hundert der jeweiligen Sättigungsmenge zur 
Verfügung, d. h. bei 250 C etwa. 2 g Wasser auf einen Raums 
meter Luft. Wir brauchen also, um 5000 m Film zu trocknen, 
10 000:2 : 5000 Raumlmeter Sommerluft von 250 C, und das 
in der kurzen Zeit von etwa 3 Stunden, denn länger als 
11]; Stunden dürfen im" Hinblick auf den glatten Gang der 
Arbeiten die Filme nicht trocknen.
        

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