Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tierphotographie
Person:
Lutz, E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2960495
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2961131
38 
bei weniger intelligenten Tieren, recht nützliche Dienste leisten, 
indem er durch geschicktes "Zudrücken" die bereits ausge- 
wechselten zu nochmaligem Erscheinen vor der Linse veranlaßt. 
Während zum Ansitz besonders die Abendstunden des 
sicheren Einhaltens der Wechsel wegen am geeignetsten sind, 
bringen dem Pirschgänger vor allem die Morgen- und Mittag- 
stunden die besten Erfolge, da seine Tätigkeit sich weniger gegen 
das seine Äsungsplätze aufsuchende Wild richtet, ihm vielmehr 
die auf Schlägen, Waldwegen bummelnden Exemplare Schuß- 
gelegenheit bieten. Wie im Weidwerk gehört auch für den 
Tierphotographen die Ausübung der Pirsch mit zum schwierigsten 
Gebiete seiner Tätigkeit. An die persönliche Körpertüchtigkeit, 
die jägerischen Eigenschaften des Ausübenden, stellt sie die 
höchsten Anforderungen und ist natürlich viel, viel schwerer als 
der Abschuß mit der Büchse, da selbst längstbrennweitige Objek- 
tive (36-50 cm) höchstens eine dem Schrotschuß entsprechende 
Brauchbarkeitsentfernung aufweisen, wozu noch erschwerend die 
Handhabung verschiedener Schrauben kommt und das Wild sich 
unverdeckt durch Büsche usw. darbieten muß, soll die Qualität 
der Aufnahme den gehabten Mühen entsprechen. Dafür hat 
diese „_]agd"art den Vorzug, daß sie stets neue Überraschungen, 
was Art wie Stellung betrifft, in Bereitschaft hat. Die richtige 
Ausnutzung des Windes ist Vorbedingung zum Erfolg, dafür 
fallen die Schwierigkeiten, die beim. Abendansitz durch die ver- 
minderte Aktinität verursacht werden, zum Teil wenigstens fort, 
da der Morgen uns in die Lage versetzt, hohe Lichtfülle aus- 
zunutzen, weshalb sich die Mitnahme eines Stativs, dessen 
Gebrauch die Möglichkeit rechtzeitigen Bereitseins leicht nimmt, 
erübrigt. Der größere Spielraum in .de_r Belichtungszeit gestattet 
sogar die Verwendung abgeblendeter Fernobjektive, wobei nicht 
verschwiegen werden darf, daß die Einstellung abgeblendeter 
langbrennweitiger Linsen nicht leicht ist. Am Anzug sind 
verdeckte-oder übersponnene Knöpfe zu, gebrauchen, andere
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.