Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rezepte, Tabellen und Arbeitsvorschriften für Photographie und Reproduktionstechnik
Person:
Eder, Josef Maria
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2955858
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2958282
Kodaehromverfahren. 
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nommen, so kommt man zum Kodachrom-Verfahren, bei 
dem der Film selbst der Bildträger ist. Benutzt man bildgerbende 
Entwickler, und druckt diese nach Art der Hydrotypie auf 
Papier um, so führt dies zum Jos Pe-Xierfahren, das nur zur 
Herstellung von Dreifarhenbildern benutzt Wird. 
Die Pinatypie (s. S. 75) eignet sich gut für Herstellung von 
Duplikatnegativen, ferner zur Umwandlung flauer Negative 
in kontrastreiche (s. 8.125), sowie zur Herstellung von Dia- 
positiven (Projektionsbilciern) in beliebigen Farben.  Für 
Dreifarbenphotographie wird sie vorläufig wenig verwendet. 
(Material zu beziehen durch die Farbwerke Meister, Lucius 8a 
Brüning in Höchst a. M.) (Ausführlicheres s. Eder, Pigment- 
verfahren. 5. Aufl. 1926). 
Kodaehrolnverfahren. 
Das Kodachromverfahren ist die Anwendung der Pinatypie 
auf ein (nach Art des Bromöldruckes) gegerbtes entwickeltes 
Bromsilbergelatinebild. 
Es wird meistens für Kinofilme benutzt, sowohl zur Her- 
stellung von Duplikat-Negativen oder Positivfilmen (seiten- 
verkehrt) mittels Kopierverfahren, oder zur Umwandlung eines 
Kino-Negativfilms unmittelbar in ein Filmpositiv oder für 
Zweifarben-Kinofilme. 
Das normale fixierte Kino-Film-Negativ 1) wird in folgen- 
dem Bleich-Gerbebad gebleicht: 
A. Kaliumferrizyanid.       . 88g 
Kaliunibromid         . 57„ 
Kaliumbichromat        . 36„ 
Essigsäureoder dgl. .       10bis 30(!)ccn1 
Wasser.            100000111 
B. Kali-Alaun.      .  .   öproz. Lösung 
Man benutzt gleiche Teile der Lösungen A und B und zwar 
kann das Gemisch, falls erforderlich, mit Wasser verdünnt 
werden (Temp. 17 bis 200 G). 
Das beschriebene Bleichbad bewirkt nicht nur eine Um- 
wandlung des Silbers in seine Salze, sondern auch bei Gerbung 
der Gelatine in unmittelbarer Nachbarschaft eines jeden Silber- 
teilchens, so daß diese, je nach der Menge des ursprünglich 
vorhandenen Silbers nahezu undurchdringlieh für die hiernach 
aufzubringende F arblösung wird, während die hellen Teile des 
1) Das Verfahren gelingt auch 
fixierten Bild. 
mit dem entwickelten und nicht 
1511i
        

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