Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Berlin-Brandenburg
Person:
Schmidt, Friedrich Ebel, Martin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2944600
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2947073
vermieden werden (vgl. Stadtbaurat May, Frankfurt a. M). Daß für diese Bauweise das Linoleum der 
ideale Bodenbelag ist, wird niemand bestreiten. Aber auch dort, wo aus wirtschaftlichen Verhältnissen 
heraus die Holzbalkendecke und -Dielung beibehalten wird, sollte dem Linoleum erhöhte Aufmerk- 
samkeit gewidmet werden, da es nicht nur darauf ankommt, bautechnisch zu rationalisieren, sondern 
auch dem Bewohner des Raumes einen hygienisch einwandfreien, schönen und vor allen Dingen mit 
wenig Mühe sauber zu haltenden Bodenbelag zu bieten. 
Es kommt weiter hinzu, daß vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, kein Fußboden- 
belag für den Eigentümer des Hauses preiswiirdiger ist, als gerade das Linoleum. Wenn man bisher in 
den meisten Gegenden Deutschlands die Ausstattung der WVohnräume mit Linoleum dem Bewohner 
überließ, so lag dies wohl hauptsächlich daran, daß der genannte Bodenbelag von den Bauherren viel- 
fach als Luxus betrachtet und zu wenig von der wirtscliaftlichen Seite geprüft wurde. Die bekannte, 
außerordentlich große Haltbarkeit und Strapazierfähigkeit des Linoleums indessen erspart dem Haus- 
eigentümer die bei anderen Bodenbelägen im Laufe der Zeit kostspielige Llnterhaltung. Abgesehen von 
dem schönen und behaglich wirkenden Äußeren wird weiterhin gerade der Bewohner des Siedlungs- 
hauses mehr denn je darauf achten, Räume bewohnen zu können, deren lnstzmdhziltimg ihm und den 
Seinen bei möglichst geringem eigenen Arbeitsaufwand ein behagliches und sauberes Wohnen ohne 
große Kosten gewährleistet. Hit keinem anderen Bodenbelag als gerade dem Linoleum ist aber dieser 
Erfolg erreichbar. Es kommt noch hinzu, daß dem Erbauer durch die Industrie jedes gewünschte 
Material, sei es in einfarbig oder gemustert, in geringerer oder größerer Stärke zur Verfügung gestellt 
werden kann. Dadurch ist die Möglichkeit geboten, für jede Stimmung oder jeden Charakter eines 
Raumes den entsprechenden Bodenbelag auszuwählen. Endlich darf nicht vergessen werden, daß ein 
Wohnraum, der mit Linoleum ausgelegt ist, anerkanntermaßen viel leichter zu vermieten ist, als andere 
Räume. Wenn dieses Moment auch jetzt noch nicht erheblich in die Wagschale fällt, so spielt dies doch 
für die Zukunft eine wesentliche Rolle. 
So wird dem Artikel Linoleum aus allen diesen mannigfachen Gründen heraus im jetzigen und im 
kmnnienden Wohnungsbau eine steigende Bedeutung beizumessen sein. Diesem Umstand Rechnung 
zu tragen und sich den hieraus ergebenden Wünschen der Bauherren anzupassen, wird vornehmste 
Pflicht unserer Industrie sein und bleiben. Förderung der Rationalisierung des Bauens durch Rationa- 
lisierung der Baustoffherstellung sei zum allgemeinen Wohl die Parole aller am Baufach interessierten 
Kreise. 
Photographie: 
Württ. Bildstelle, Stuttgart. 
Raum der Deutschen 
Linoleum- 
Werkbund! 
Ausstellung 
„Die Wohnung" 
Stuttgart
        

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