Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Berlin-Brandenburg
Person:
Schmidt, Friedrich Ebel, Martin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2944600
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2946652
 
1925 in Berlin weniger Wohnungen gebaut worden sind. als das Zentralwohnungsamt Znzugsgenehmigungen er- 
teilt hat und aus der 'l'atsacl1e, daß die Zahl der erstellten Wohnungen noch nicht ein Drittel der in einer 
gleichen Zeitspanne in der Vorkriegszeit errichteten Wohnungen betrug. 
Das Jahr 1926 war für die Gehag ein solches weiterer Aufwärtsentwicklung und Festigung sowohl nach 
innen, wie nach außen. Die Zahl der von ihr in Angriff genommenen Wohnungsbauten hat im Jahre 1926. 
gegenüber dem Jahre 1925, eine wesentliche Steigerung erfahren, auch ihre Wirtschaftsgrundlage hat eine 
weitere Verbesserung erlangt. 
ln einer Denkschrift, welche der Magistrat der Stadt Berlin veröffentlicht, werden Angaben gemacht 
über die Anzahl der Wohnungen, welche bisher in Groß-Berlin mit Hilfe von Hauszinssteuerhypotheken finan- 
ziert worden sind. Lassen die vom Magistrat Berlin veröffentlichten Zahlen auch keinen absoluten Vergleich 
mit den Zahlen der Gehag zu, weil die statistischen Angaben der Stadt Berlin jeweils die Zeit vom 1. April bis 
31. März des folgenden Jahres umfassen, Während die Zahlen der Gehag sich über das Kalenderjahr er- 
strecken, so geben sie doch als Gesalntzahlen genommen bei angestellten Vergleichen ein Bild von der Bedeutung 
der Gehag als Organ gemeinwirtschaftlicher WVohnungserstellung in Berlin. 
Nach den Angaben genannter Denkschrift sind in Berlin bis zum 31. März 1927 zusammen etwa 35 000 
Wohnungen mit Hilfe öffentlicher Mittel finanziert worden; hieran ist die Gehag mit 2826 YVohnungen beteiligt. 
Diese entfallen auf die einzelnen Baujahre wie folgt: 
a) in 1924 für 1 Bauvorhaben mit        102 Wohnungen, 
b) „ 1925 „ 11 „ „        1064  , 
c) „ 1926  6 „ „        1204  , 
d)„1927  4 „      .456   
Zu beachten ist hierbei, daß eine nennenswerte läatitätigkeit der Gehag erst mit dem Jahre 1925 eingesetzt hat, 
während die Nachweisung der Stadt Berlin bereits eine Finanzierung von 10 050 Wohnungen im Baujahr 
1924125 aufweist. 
Von den Wohnungen, welche die Gehag bis zum 31. Dezember 1926 begonnen hatte, entfallen 55.231 
aller Wohnungen auf solche in Einfamilienhätlsern, 44,896 auf Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Nach der 
(iruppieruiigsmethode der Stadt Berlin ergibt sich, daß von allen Wohnungen. mit deren Bau die Gehag bis 
zmn 31. Dezember 1926 begonnen hatte, 35,9 76 im drei- und mehrgeschossigen Hochbau liegen, während 64,1  
im F lachbatl errichtet worden sind. Die gleichen Prozentzahlen aller in (iroß-Berlin mit öffentlichen Vilteln 
finanzierten Wohnungen lauten wie folgt: Es sind in Groß-Berlin im Baujahr 1924125 zusammen 77,7 95 in Hoch- 
bauten, 22,391 in Elachbauten errichtet worden, für das Baujahr 1925126 betragen die gleichen Zahlen 72,775 
für den Hochbau und 27.396 für den Flachbau. Aus dieser Gegenüberstellung ergeben sich zwei Tatsachen. Zu- 
erst die eine, welche (vrkennen liißt, daß die Gehag sich in Bezug auf die Erfüllung der Forderungen, die an den 
Kulturgrad einer Wohnung gestellt werden, weit über das allgemeine Niveau erhebt. Sodann die andere Tat- 
sache: Es ist zillgelnein bekannt, daß die Finanzierung der Flachbauten aus den verschiedensten Gründen wesent- 
lich schwieriger ist als die des "Massenmiethauses; wenn es trotzdem gelungen ist, in so hervorragendem Um- 
fange den Flachbau zu fördern  bei Mietsätzen, die Sich den Sätzen der allgemeinen Neubautätigkeit gegen- 
über nicht zu verstecken brauchen  so weist das auf eine Leistungsfähigkeit der gemeinwirtschaftlichen 
lwVohnungserstellung und Wohnungsverwaltung hin, die mit Befriedigung erfüllen kann. 
Gemeinnützige 
Heimstätten- 
Spar- 
und 
Bau-Aktiengesellschaft 

        

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