Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch des Wohnungswesens und der Wohnungsfrage
Person:
Eberstadt, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2930467
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2936330
Bautätigkeit unter Gewinnverzicht. 
Die 
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in Rheinland-Westfalen angelegten neueren Siedelungen seien erwähnt: 
Viktoria-Mathias in Essen, Architekten Kunheim und Büsching; Berg- 
werksgesellschaft Hermann, Bork, Kr. Lüdinghausen (Stadtebau, 1915, 
S. 113); Bochumer Verein, Architekt Baumeister Berndt (vgl. Berichte 
der Gewerbeaufsichtsbeamten 1914, I, S. 425); Gebr. Laurenz, Ochtrup, 
 für Bergbau, Stolberg; Arbeiterkolonie Kellersberg bei Aachen, 
Architekt Herm. Jansen (Abb. Handbuch, II. Aufl., S. 389); Wohn- 
haussiedelung der Gutehoffnungshütte Oberhausen, Architekt Bruno 
Mö_hring (Abb. Handbuch," II. Aufl., S. 390); vgl. a. a. O. die  da- 
mals noch erforderlichen  Ausführungen über die Zulassung einer 
Gartenmauer als Grundstücksabschluß, an Stelle des regelmäßig vor- 
geschriebenen Straßengitters. Über die von der Bergwerksgesellschaft 
Trier-Radbod errichtete Siedelung s. oben S. 465. 
Von großem Umfang sind die von _F_r_.VWBVayer 8; Co. in Lever- 
kusen errichteten Siedelungen, die bis zum Jahre 1919 bedeutende Er- 
weiterungen erfahren haben. Als Haustypus wurde seither zumeist das 
Zweiwohnungshaus in Gruppen und Reihen angewandt. Die Erbauung 
von kleinen Einfamilien-Reihenhäusern wird seitens, der Fabrikleitung 
vorbereitet (s. auch unten S. 539). -4 Die chemische Fabrik Gri__QS3j_ 
heim Elektron hat für Wohnungs- und Wohlfahrtszweczkesbedeutende 
Aufwendungen gemacht. Neben Arbeiter- und Beamtenwohnungen  
1908 330 bzw. 53) wurden Schlafhauser für unverheiratete Arbeiter und 
Wohlfahrtsbauten nach den Plänen von Hans Bernoulli (Kasino, Haus-g 
haltsschule, Wöchnerinnenheim) errichtet, die eine Anlage von trefflicher; 
Wirkung darstellen. (Veröffentlichung s. Literaturangaben S. 5413.)  
Die Zahl der von privaten Arbeitgebern in der Provinz Weste] 
falen erbauten Wohnungen für Arbeiter und. Beamte hat  
2196 betragen und hob sich bis 1912 auf  Wohnungen;__i. JA 
1919i ist eine weitere Steigerungxiuiin709l Wohnungen auf 63439f 
Kleinwohnungen eingetreten, von denen 55024 lediglich "für Arbeiten! 
die übrigen für Beamte bestimmt. Die durch die Reichs- und Staats- 
betriebe (Post, Eisenbahn, Bergwerke) errichteten Wohnungen, i. JJ 
1912 eine Zahl von 9819, sind hierbei nicht eingerechnet, Mit über, 
1500 Kleinwohnungen sind für das Jahr 1912 in Westfalen zu ver-l 
zeichnen: Bochumer Verein, Deutsch-Luxemburger Bergwerksgesellschaft,  
Zeche Hannoverund Hannibal, Harpener Bergbaugesellsehaft, Gewerk- 
schaft Viktoria, Gelsenkirchen, Phönix, Hibernia, Gewerkschaft König 
Ludwig, Ewali-Arenbergsche  Auf das Kleinhaus entfallen. von 
der Gesamtzahl 52,51  auf das Mehrwohnungshaus 47,490], Das 
Überwiegen des Kleinhauses dürfte in der Hauptsache auf die in den 
letzten Jahren neuerstandenen größeren Koloniebauten, in denen vielfach 
das Einfamilienhaus vorherrscht, zurückzuführen sein. „Die Rückkehr 
zu dieser idealen Siedelungsform hat auch in qualitativer Form be- 
deutende Fortschritte imvWohnungshau gebracht"; Bericht des Westf. 
Ver. z. F. d. Kleinwohnungsw. 1912, S. 149. Eine hübsche Bauform 
und gute Grundrisse haben die von den _Peiner Walzwerken (Provinz 
Hannover) erstellten Arbeiterhäuser aufzuweisen, bei 11000 M. Bau- 
kosten für das Zweifamilienhaus; s. d. Abb. Berichte der Gewerbe- 
aufsichtsbeamten 1914, I, S. 308. bDie Nordseewerke Emden haben 
eine große Wohnungsanlage errichtet, bei dem für die Erweiterung aus- 
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